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Kunst

Schutz für Palmyra und andere bedrohte Weltkulturstätten

Palmyra war einst eine blühende Oasenstadt. Nach dem Wüten von IS-Terrormilizen ist nur eine Trümmerwüste geblieben. Ein Rettungsfonds stellt jetzt Millionen bereit, um Weltkulturstätten vor der Zerstörung zu schützen.

Palmyra in Syrien war früher eine blühende Metropole, deren Bedeutung in der Region an ihren prächtigen Tempeln und Prachtstraßen, Thermen und Theatern abzulesen war. Seit 1980 gehört die syrische Oasen-Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Doch mehrfach wurde sie in den letzten Jahren von Zerstörungen durch marodierende IS-Milizen heimgesucht, so dass Palmyra inzwischen einem Trümmerfeld gleicht. Nur wenige Gebäude sind stehen geblieben.

Um solche kulturhistorisch wertvollen Weltkulturerbestätten zu schützen, wurden auf einer internationalen Geberkonferenz in Paris am Montag (20.3.) 75,5 Millionen US-Dollar (rund 70 Millionen Euro) für einen Rettungsfonds zugesichert. Sieben Länder, darunter Frankreich, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verpflichteten sich, in diesen Fonds einzuzahlen. Auch ein privater Spender, der amerikanische Kunstsammler Thomas Kaplan, beteiligt sich großzügig an der Finanzierung dieses Rettungsfonds.

Ausstellung prangert Zerstörung durch IS an

Vor rund zwei Jahren sprengten IS-Milizen die meisten antiken Bauwerke der Oasenstadt in die Luft und pulverisierten so das wertvolle Weltkulturerbe Syriens. Anfang 2017 kam es zu weiteren Zerstörungen. Inzwischen haben syrische Truppen die Stadt wieder zurückerobert. Aber die Zerstörungen, die sie vorgefunden haben, haben aus Palmyra ein Ruinenfeld gemacht.

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Schäden in Oasenstadt Palmyra

Wie die syrische Oasenstadt früher aussah, kann man zur Zeit in einer interessanten Ausstellung im Kestner-Museum in Hannover sehen. Im Mittelpunkt stehen 20 Zeichnungen des französischen Künstlers, Archäologen und Architekten Louis-François Cassas (1756-1827) von Bauwerken wie dem inzwischen nur noch als Ruine vorhandenen Baal-Tempel.

Diesen Rekonstruktionen werden Fotografien des libanesischen Pressefotografen Joseph Eid von heute gegenübergestellt, die Palmyras Bauwerke in den Jahren 2014 und 2016 - vor und nach der Zerstörung - zeigen. "Die Stadt ist nicht nur ein Symbol für eine frühe Hochkultur." Sie stehe auch als Symbol für die Barbarei und die Zerstörungswut der IS-Terrormiliz, sagte Museums-Direktor Thomas Schwark bei de Eröffnung.

Die Sonderausstellung im Kestner-Museum in Hannover, "Palmyra. Was bleibt? Syriens zerstörtes Erbe", läuft noch bis zum 9. Juli 2017.

hm/bb (dpa/AFP)

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