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Sport

Schumachers zweiter Rücktritt

Michael Schumacher wird seine Formel-1-Karriere nach dieser Saison beenden. Das gab der 43-Jährige vor dem Großen Preis von Japan in Suzuka bekannt.

Nachdenklicher Michael Schumacher. Foto: Getty Images

Michael Schumacher hängt seinen Helm an den Nagel

"Irgendwann kommt die Zeit für den Abschied", sagte Michael Schumacher bei einer Pressekonferenz in Suzuka. "Ich war mir schon während der letzten Monaten nicht mehr sicher, ob ich die nötige Motivation und Energie für ein oder zwei weitere Jahre noch aufbringen kann. Und es ist nicht mein Stil, etwas zu tun, wovon ich nicht 100 Prozent überzeugt bin." Mercedes hatte den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Rekordweltmeister nicht mehr verlängert.

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Schumi beendet seine Karriere

Seitdem war darüber spekuliert worden, ob Schumacher im nächsten Jahr noch einmal für einen anderen Rennstall starten würde. Er sei immer noch konkurrenzfähig, meinte der 43-Jährige, räumte jedoch ein, dass er seine mit Mercedes gesteckten Ziele verfehlt habe. "Aber ich kann stolz sein auf das, was ich erreicht habe."

"Ich bin mit mir im Reinen "

Damit wird Schumacher am 25. November in Sao Paulo in Brasilien seinen letzten Formel-1-Grand-Prix bestreiten. Schumacher kam in bislang 53 Rennen im Silberpfeil nur einmal aufs Podest, in Valencia wurde er in diesem Sommer Dritter. Ein Sieg war ihm nicht vergönnt. Der siebenmalige Weltmeister war nach der Saison 2006 schon einmal zurückgetreten.

Ende 2009 unterschrieb er dann einen Drei-Jahres-Vertrag bei Mercedes. Es wurde keine Erfolgsgeschichte. Am Ende zog das Team die Bremse, indem es den Briten Lewis Hamilton als Nachfolger Schumachers verpflichtete. Er habe sein Comeback nie bereut, versicherte Schumacher jetzt. Er habe viel über sich selbst gelernt: "Dass Verlieren schwieriger als Gewinnen sein kann, und auch lehrreicher; vorher hatte ich das manchmal aus den Augen verloren. Ich habe meinen Horizont erweitert und bin im Reinen mit mir."

Hamilton: "Niemand kann ihn ersetzen"

Weltmeister Sebastian Vettel bedauerte Schumachers bevorstehenden Rücktritt. "Für mich ist er immer noch einer der Größten", sagte der 25-Jährige. "Es war immer etwas Besonderes, gegen ihn zu fahren. Auf der Strecke war er manchmal hart, aber immer fair." Auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug fand lobende Worte für Schumacher: "Obwohl wir unserer dritten Saison unsere Ziele noch nicht erreicht haben, hat Michaels harte Arbeit die Grundlagen für künftigen Erfolg gelegt."

Lewis Hamilton bezeichnete den Rekordweltmeister als "Legende in unserem Sport". Er fühle sich privilegiert, mit Schumacher in der Formel 1 gefahren zu sein. "Ich denke nicht, dass ich ihn ersetze", sagte der Brite, der das Cockpit des Deutschen übernehmen wird. "Niemand kann Michael ersetzen."

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