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Sport

Schumacher kehrt in die Formel 1 zurück

Es ist das Comeback des Jahres: Michael Schumacher, mittlerweile fast 41 Jahre alt, steigt wieder in ein Formel-1-Cockpit - und zwar in das von Mercedes.

Michael Schumacher und Mercedes-Stern (Foto: AP/DW Montage)

Schumachers Privatier-Dasein hat ein Ende

Die Rückkehr von Rekordweltmeister Michael Schumacher in die Formel 1 ist perfekt: Der 40-Jährige unterschrieb einen Vertrag beim neuen Mercedes-Werksteam. Das bestätigten Schumacher und Mercedes-Motorsport-Chef Norbert Haug in einer Telefonkonferenz am Mittwoch (23.12.2009).

"Nach drei Jahren Pause habe ich all die Energie wieder, die mir damals gefehlt hat", erklärte Schumacher. Sein künftiger Teamkollege ist der 24 Jahre alte Nico Rosberg - damit wird es in der neuen Formel-1-Saison ein rein deutsches "Dream Team" geben. Und die Fans können sich wohl auf ein langfristiges Schumi-Vergnügen freuen. "Es ist geplant, drei Jahre zu fahren", sagte der Rückkehrer.

Computersimulation eines silbernen Formel 1-Rennwagen (Foto: dpa)

So (oder ähnlich) sieht Schumachers neuer Dienstwagen aus

Michael Schumachers neuer Chef ist ein alter Bekannter: Ross Brawn - als Technischer Direktor bei Ferrari war er maßgeblich an Schumachers Erfolgen am Steuer der "Roten Göttin" beteiligt. Im Januar soll Schumacher seinen neuen Dienstwagen zum ersten Mal testen. Das erste Rennen der neuen Saison findet am 14. März 2010 in Bahrain statt. 1239 Tage nach seinem letzten Rennen in Sao Paulo kämpft er dann erstmals wieder um WM-Punkte.

Wieder beim Weltmeister-Macher

Für Michael Schumacher schließt sich ein Kreis: Aus dem einstigen Mercedes-Juniorteam aus Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger hatte er 1991 mit finanzieller Hilfe von Mercedes den Sprung ins Jordan-Team in die Formel 1 geschafft. Von dort wechselte er nach nur einem Rennen zu Benetton, wo er 1994 und 1995 seine ersten beiden WM-Titel holte. 1996 wechselte er zu Ferrari, wo er fünf weitere WM-Kronen gewann. An seiner Seite als Technischer Direktor war bei allen Titeln der künftige Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

Schon im August stand Schumacher einige Wochen kurz vor dem Comeback in der Königsklasse. Nach dem schweren Unfall seines Freundes Felipe Massa beim Großen Preis von Ungarn in Budapest hatte er sich bereit erklärt, bei Ferrari den Brasilianer zu vertreten. Allein die Ankündigung sorgte weltweit für Aufsehen.

Der Nacken wollte nicht

Michael Schumacher jubelt nach seinem Sieg beim Großen Preis von Deutschland 2006 (Foto: Picture-Alliance)

Seine größten Erfolge feierte er in Ferrari-Rot

Nachdem Schumacher sein Fitnesstraining intensiviert und im Simulator trainiert hatte, absolvierte er in einem zwei Jahre alten privaten Ferrari F2007 Testfahrten, nach denen er Kopfschmerzen bekam. Untersuchungen ergaben, dass sein Schädel und die Nackenwirbelsäule nach einem schweren Motorradsturz den hohen körperlichen Belastungen in einem Formel-1-Boliden noch nicht wieder standhielten. Bei einer Pressekonferenz in Genf erklärte Schumacher daraufhin, dass er leider nicht für Massa einspringen könne, schloss auf Nachfrage ein Comeback zu einem späteren Zeitpunkt aber nicht aus.

Spekulationen über einen Wechsel zu Mercedes waren bereits nach Ende der letzten Saison aufgekommen, als die Schwaben das Weltmeisterteam Brawn übernahmen und sich damit auch die Dienste von Ross Brawn als Teamchef sicherten. Der Brite hatte danach zunächst erklärt, Schumacher habe keine Ambitionen auf eine Rückkehr. Mercedes-Motorsportchef Haug hatte von "Spekulationen" gesprochen und von "Träumen, die nicht immer in Erfüllung gehen". Schumachers Manager Willi Weber hatte sogar immer wieder Kontakte zu Mercedes dementiert und sich überrascht gezeigt, wie sich das Thema dennoch in den Medien "verselbstständigt" habe.

Autor: Christian Walz / Manfred Götzke (rtr, ap, dpa, sid)

Redaktion: Rainer Esser

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