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Sport

Schumacher als Retter der Formel 1

Nach den Negativ-Schlagzeilen der vergangenen Monate kommt für die Formel 1 die unerwartete Rückkehr von Michael Schumacher gerade zur rechten Zeit. Vor dem Comeback hat Schumi aber noch ein paar Hürden zu überwinden.

Michael Schumacher (Foto: AP)

Rekordweltmeister Schumacher

Noch vor drei Wochen hatte Schumacher am Nürburgring betont, sich nicht mit einem Comeback zu beschäftigen. Er habe viele andere Hobbys gefunden und freue sich, diesen nachgehen zu können, sagte er in einem Interview. Und dann hat er es doch getan. Wie am vergangenen Mittwoch bekannt wurde, setzt sich Schumacher wieder in ein Formel-1-Cockpit. Wie lange er für den Ferrari-Rennstall fahren wird, hängt von Massas Genesung ab. Ist der Brasilianer wieder fit, soll er in den Ferrari zurückkehren.

Da Schumacher mit dem Ausgang der Weltmeisterschaft nichts mehr zu tun haben wird, zu groß ist der Vorsprung von WM-Spitzenreiter Jenson Button, ist die enge Verbundenheit zum Ferrari-Team wohl der ausschlaggebende Punkt für seine Entscheidung gewesen. Schumis Pressesprecherin Sabine Kehm bestätigte dies in einem Interview am Mittwochabend. "In diesem Fall war Ferrari in einer Notsituation. Die Entscheidung Michaels fiel schlichtweg aufgrund seiner engen Verbundenheit dem Team gegenüber." Die Testfahrer Luca Badoer und Marc Gene waren für Ferrari keine Option. Obwohl beide reichlich Formel-1-Erfahrung haben, entschied sich der Rennstall für die 'Not-Lösung' mit 'Renn-Opa' Schumacher.

Schumis Fans mit gemischten Gefühlen

Felipe Massa vom Team Ferrari (Foto: Andreas Beil)

Ferrari-Pilot Felipe Massa

Die monatelangen negativen Nachrichten über die Querelen und die drohende Spaltung in der Formel 1, den schweren Unfall von Felipe Massa und den Ausstieg von BMW haben der Rennserie extrem geschadet. Da kommt Schumachers Comeback gerade zum richtigen Zeitpunkt. Endlich gibt es wieder Positives zu vermelden, was die Formel 1 zum Überleben so dringend benötigt wie die Luft zum Atmen. Sogar von einer kleinen Sensation ist die Rede.

Auch in Schumachers Heimat Kerpen verbreitete sich die Nachricht von seinem Comeback wie ein Lauffeuer. Es ist das Gesprächthema in der Stadt. Allerdings sind nicht alle mit Schumis Comeback einverstanden. "Er hat alles erreicht, was es zu erreichen gibt und irgendwann ist die Spitze erreicht und dann sollte man aufhören", sagt ein Schumacher-Fan. Doch der Großteil der Bevölkerung freut sich auf die Rückkehr des ehemaligen Weltmeisters. "Er ist ein Weltklasse-Rennfahrer, ich denke, dass er wieder vorne mitfahren kann."

Viele Unbekannte für Schumacher

Der aktuelle Ferrari (Foto: dpa)

Mit Schumacher zurück in die Erfolgsspur?

Obwohl Michael Schumacher bereits 40 Jahre alt ist und seit Oktober 2006 kein Formel-1-Rennen mehr bestritten hat, überwiegt die Freude über sein Comeback. Trotzdem ist der Weg zurück ins Formel-1-Cockpit nicht leicht. Schumacher kennt weder die Strecke in Valencia noch die neuen Reifen. Des Weiteren konnte er noch keine Fahrpraxis in dem neuen Ferrari sammeln und auch mit dem KERS-System ist er nicht vertraut. Das wird auch bis zum Rennen in Valencia so bleiben, denn in der Formel 1 gibt es zurzeit ein Testverbot für alle Formel-1-Teams. Es wird also nicht leicht für Michael Schumacher.

Auch Schumis Gesundheitszustand muss kontrolliert werden. Denn bevor der siebenmalige Weltmeister dann wirklich in die Formel 1 zurückkehren darf, muss er einige Fitnesstests über sich ergehen lassen. Zudem wird ganz genau überprüft werden, ob die Nackenverletzung, die sich Schumi bei einem Motorradunfall zugezogen hat, auch wirklich restlos überwunden ist. Ist alles in Ordnung, wird Michael Schumacher in drei Wochen wieder um WM-Punkte fahren - ganz wie in den guten alten Zeiten?

Autor: Thomas Klein

Redaktion: Wolfgang van Kann

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