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Kultur

Schreibfehler führte zu Alkoholverbot

Das neuseeländische Parlament hat durch einen Fehler im Gesetzestext versehentlich de facto die Prohibition eingeführt. Nach dem neuen Gesetz droht jedem, der in der Öffentlichkeit Alkohol trinkt oder bei sich führt, eine Geldstrafe von umgerechnet 230 Euro. Eigentlich hätte es aber "und" statt "oder" heißen sollen.

Ein Regierungssprecher räumte den Fehler ein und versicherte, dass die Behörden auch künftig gegen niemanden vorgehen werden, der Alkohol offen mit sich herumträgt. "Es gibt nicht die geringste Chance, dass das passieren wird. Die Polizei hat zu viel zu tun, um sich um jeden mit einem Sickpack auf der Straße zu kümmern."

Das Gesetz soll den örtlichen Behörden ermöglichen, Trinken in der Öffentlichkeit zu verbieten. Es war eilig verabschiedet worden, um noch vor Sylvester in Kraft zu treten. Zu diesem Anlass war es in der Vergangenheit in Parks und Stränden wiederholt zu ausschweifenden Partys gekommen.

  • Datum 21.12.2001
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1VRl
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