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Kultur

Schreiben Sie!

Am 21. März war der Welttag der Poesie. Die Kreativität der DW-WORLD-User ist gefragt: Schicken Sie uns Ihr Lieblingsgedicht - das natürlich auch ein selbst verfasstes Werk sein darf.

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Theodor Fontane (1819-1898): Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
"Er kam, er kam ja immer noch",
Die Bäume nicken sich´s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: "Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai."

O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag´s auch du.

UNESCO-Generaldirektor Koichiro Matsuura hat alle Länder dazu aufgefordert, den Welttag der Poesie für eine wirkungsvolle Werbung für die Dichtkunst zu nutzen. "Schaffen wir an den Schulen und Universitäten, aber auch an den Arbeitsplätzen und im privaten Leben Platz für diese wesentliche Kunst", heißt es in der Erklärung des UNESCO-Generaldirektors zu dem Welttag der Poesie, "denn Poesie zu lieben hilft uns dabei, andere zu lieben."

DW-WORLD kann sich dieser Aufforderung nur anschließen, und bittet die DW-WORLD-User um kräftige Unterstützung. Schicken Sie uns eines Ihrer Lieblingsgedichte oder ein von Ihnen verfasstes Gedicht. Aus allen Einsendungen veröffentlichen wir eine Auswahl auf unseren Seiten. Einsendeschluss ist der 31. März 2002.