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Kultur

Schon wieder Virenalarm!

Ein neuer Computerwurm hat weltweit tausende Computer mit dem Betriebssystem Windows lahm gelegt.

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"Es sind sowohl Geschäfts- als auch private Nutzer betroffen", sagte die für Virusforschung zuständige Managerin des Anti-Virensoftware-Herstellers McAfee.com, April Goostree. Experten stuften den Wurm wegen der Geschwindigkeit, mit der er sich verbreitet, als sehr gefährlich ein. McAfee spricht bereits von einem Ausbruch, weil in kürzester Zeit Tausende
von Computer befallen wurden. Diesen Status erreichte zuletzt der "I love you"-Virus, der im vergangenen Jahr Millionen von Computern lahm legte.

Die Sabotagesoftware, die sich hinter einem vermeintlichen
Bildschirmschoner verbirgt, verbreitet sich über das
Kommunikationsprogramm Microsoft Outlook, teilte Microsoft am Dienstag (5. Dezember) in einem elektronischen Rundschreiben an seine Großkunden mit.

Die vom Virus verschickte E-Mail trägt die Betreffzeile "Hi" und lautet: "How are you? When I saw this screen
saver, I immediately thought about you I am in a harry (sic), I promise you will love it!!" Die E-Mail enthält darüber hinaus einen Anhang (Attachment) mit dem Namen "Gone.scr". Durch einen Doppelklick auf den vermeintlichen Bildschirmschoner wird die angehängte Datei ausgeführt und die Sabotagesoftware infiziert den Rechner. Das Programm kann auch durch die so genannte IRC-Software zum "Chatten" (Plaudern) im Netz verbreiten.

Die Hacker nennen sich "Pentagone". Das geht aus einer Mitteilung hervor, die auf dem Bildschirm infizierter Computer aufflackert. Der Name ist ein Wortspiel: Pentagon heißt das amerikanische Verteidigungsministerium, "gone" etwa "verschwunden". Computerexperten bezeichnen den Wurm entsprechend als "Goner". Einer Theorie zufolge kommt die Sabotagesoftware aus Frankreich.

"Goner" blockiert nicht nur Netzwerke durch unerwünschte Massenmails, sondern versucht auch, die Windows-Rechner an mehreren Stellen zu manipulieren. Zum einen sucht der Wurm nach laufenden Antiviren-Programmen und
versucht sie zu deaktivieren. Zum anderen bereitet "Goner" den PC darauf vor, für eine Datenattacke auf andere Computer missbraucht zu werden. Bei den so genannten DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) werden von vielen verschiedenen Computern aus Datenpakete auf ein Ziel abgefeuert, so dass der Zielrechner in die Knie geht. (ks)

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  • Datum 06.12.2001
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1SHx
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