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Aktuell Welt

Schneedecke über der heiligen Stadt

Während in Deutschland der normale Wintereinbruch bevorsteht, spielt das Wetter in weiten Teilen der Welt verrückt. Der Nahe Osten versinkt im Schneechaos, in Australien hingegen halten Brände die Feuerwehr in Atem.

In Israel legte starker Schneefall Teile des Landes lahm. Jerusalem erwachte unter einer Schneedecke. Schulen wurden geschlossen und Autobahnen mussten gesperrt werden. Auch im Westjordanland sorgten Starkregen, Hagel und Schnee für Chaos und es wurden Schulen geschlossen. Erstmals seit fünf Jahren fielen dort mehrere Zentimeter Schnee.

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Jerusalem unter dicker Schneedecke

In Ägypten brachten Kälte und Regenfälle der vergangenen Tage nicht nur das öffentliche Leben durcheinander. Die Regenmassen zerstörten auch mehrere Schmugglertunnel zwischen Ägypten und dem palästinensischen Gazastreifen. Die Waren seien zerstört und mehrere Palästinenser verletzt worden, wurde aus ägyptischen Sicherheitskreisen bekannt.

Der gesamte Nahe Osten leidet derzeit unter Kälte, starkem Regen und Überschwemmungen. Durch die ungewöhnlichen Wetterbedingungen kamen seit Sonntag elf Menschen ums Leben - fünf im Westjordanland sowie je drei in Israel und im Libanon. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

In Bangladesch 80 Kältetote

Auch in Südasien lässt eine für dortige Verhältnisse extreme Kältewelle die Bevölkerung frieren. In Bangladesch sind 80 Menschen an Krankheiten wie Lungenentzündungen und schwerem Husten gestorben. Mit drei Grad in der Stadt Syedpur im Norden wurde die niedrigste Temperatur seit über 40 Jahren gemessen, wie die Behörden mitteilten. Besonders in armen Regionen fehle es den Einwohnern an warmer Kleidung und Heizungen, erklärte die Hilfsorganisation Roter Halbmond.

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Wale: eingeschlossen im Eis

Doch auch Tiere leiden unter den extremen klimatischen Bedingungen. So wurden im Nordosten Kanadas zwölf Orca-Wale nach einem Kälteeinbruch unter einer Eisdecke eingeschlossen. Bewohner des kleinen Ortes Inukjak an der Hudson Bay hatten die Tiere entdeckt. Die Wale drängen sich um ein Loch im Eis, um Luft zu holen, berichteten die Ortsansässigen. Der Bürgermeister von Inukjak bat laut der Zeitung "Montreal Gazette" die Behörden um Hilfe. Die Behörden wollen die Lage noch prüfen.

Hitze down under

In Australien hingegen macht die extreme Hitzewelle dem Land weiter zu schaffen. Dort kämpfen Feuerwehr und Rettungskräfte immer noch gegen gefährliche Buschbrände. Besonders der Südosten des Landes ist betroffen. Im Bundesstaat New South Wales stünden derzeit 370.000 Hektar Land in Flammen, so der Feuerwehrchef, Shane Fitzsimmons. Vor dem erwarteten neuen Höhepunkte der Hitzewelle am Freitag, gehe es jetzt darum möglichst viele Brände unter Kontrolle zu bringen. Auch in den Bundesstaaten Victoria, Tasmanien und Queensland wüteten Feuer. Seit Anfang des Jahres befinden sich die Temperaturen in Australien mit über 40 Grad Celsius auf einem Rekordhoch. Häuser wurde zerstört und große Flächen Weideland verbrannten, es gab jedoch bislang keine Todesopfer.

il/wl (afp, dpa, dapd)

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