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Kultur

Schneechaos in Heathrow und Paris

In Westeuropa ist es durch heftige Schneefälle zu massiven Verkehrsbehinderungen gekommen. Betroffen waren in Großbritannien und Frankreich der Flug-, Bahn und Straßenverkehr.

Winterchaos in Heathrow (Foto: AP)

Die Flugzeuge müssen enteist, die Startbahnen schneefrei gemacht werden

Ein schwerer Wintereinbruch in England hat am Montag (02.02.2009) für ein Verkehrschaos auf dem weltgrößten Flughafen Heathrow gesorgt. Zeitweise wurde der Flughafen komplett gesperrt, nachdem ein aus Larnaca kommendes Flugzeug der Gesellschaft Cyprus Airways nach der Landung über das Rollfeld hinaus rutschte. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Auch auf den irischen Flughäfen Dublin und Cork sowie in Belfast in der britischen Provinz Nordirland mussten Flüge abgesagt werden. Soviel Schnee hat es in der Region seit 18 Jahren nicht mehr gegeben.

British Aiways sagte viele Flüge ab

Die Fluggesellschaft British Airways nahm den Flugbetrieb in Heathrow teiweise wieder auf. 180.000 Passagiere werden dort normalerweise am Tag abgefertigt. Störungen können weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für die übrigen Londoner Flughäfen, auf denen zahlreiche Flüge wegen starken Schneefalls ausfielen oder sich verspäteten.

Das Verkehrschaos durch die stärksten Schneefälle seit 20 Jahren betraf in London und Umgebung auch den Busverkehr, der mehrmals zusammenbrach. Einschränkungen bei U-Bahnen und Zügen bescherten Millionen Menschen in ganz Süd- und Mittelengland bei bis zu 15 Zentimeter tiefem Schnee Verspätungen und Ausfälle.

In Londons Innenstadt herrscht Chaos

Schneeräumung auf der Straße (Foto: AP)

Wintereinruch legt Verkehr in Südengland und Nordfrankreich lahm

Die Londoner Nahverkehrsgesellschaft teilte mit, "wegen ungünstigen Wetters und gefährlicher Straßenbedingungen" seien sämtliche Linienbusse aus dem Verkehr gezogen worden. Normalerweise befördern sie rund sechs Millionen Menschen pro Tag. Auch von allen U-Bahn Strecken funktionierte nur noch eine in der britischen Hauptstadt störungsfrei. Die Behörden empfahlen Reisenden, erst gar nicht den Weg in die Stadt anzutreten. Viele Menschen versuchten daher, zu Fuß zu ihren Zielen zu gelangen.

Auch im Zugverkehr kam es zu starken Behinderungen. Zwei Bahngesellschaften stellten den Verkehr nach London komplett ein. Die Behörden warnten vor gefährlichen Straßenbedingungen in ganz Süd- und Mittelengland und rieten Autofahrern, die Autobahnen nur wenn unbedingt nötig und ausgerüstet mit warmer Kleidung, Lebensmitteln und Spaten zu befahren. Hunderte Schulen im ganzen Land blieben geschlossen. Die schlecht auf Kälteeinbrüche vorbereitete britische Infrastruktur ist berüchtigt dafür, bei Winterwetter schnell überfordert zu sein.

Behinderungen in West- und Nord-Europa

In Paris und dem Norden Frankreichs brachte der Schnee ebenfalls Teile des Luft-, Bahn- und Straßenverkehrs zum Erliegen. Auf den Pariser Straßen bildeten sich in der Stoßzeit Staus, viele Busse fuhren nicht. Am Flughafen Orly und am Pariser Airport Roissy-Charles de Gaulle wurden mehrere Flugverbindungen gestrichen. Die Bahngesellschaft Eurostar meldete schneebedingte Verspätungen aus Großbritannien, Frankreich und Belgien.

Auch in Irland, Frankreich und Belgien verursachten die Schneefälle Verkehrsbehinderungen. In der Schweiz wurde die Straße um den San-Bernardino-Tunnel teilweise gesperrt. Auch die norditalienische Stadt Mailand lag am Montag unter einer mehrere Zentimeter dicken Schneeschicht. Auch Nordspanien verzeichnet heftigen Schneefall.

Selbst der Fährverkehr nach Marokko ist seit Sonntag wegen Sturms ausgesetzt. Marokko erlebte Schnee und sintflutartige Regenfälle im Norden und im Zentrum des Landes. Viele Flüsse traten dabei über die Ufer.

Deutschland war dagegen nicht betroffen. Hier ist für die nächsten Tage relativ ruhiges Wetter vorhergesagt. Im Norden nur leichter Schneefall - im Süden ein Wechsel von Sonne und Wolken. (wd)


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