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Ernährung

Schmidt mag Schwein

Trotz der steigenden Zahl muslimischer Kinder in Deutschland: Kantinen von Schulen und Kitas sollten regelmäßig auch Schweinefleisch anbieten - das jedenfalls fordert Landwirtschaftsminister Schmidt.

"Dass unsere Kinder kein Schweinefleisch mehr bekommen, ist völlig inakzeptabel", sagte Christian Schmidt der "Bild"-Zeitung. (Mittwochsausgabe). Es sei ein "Versagen der Schulträger", wenn Kinder keine ausgewogene Ernährung bekämen.

Auch wenn es immer mehr Muslime im Land gebe - für die Schweinefleisch aus religiösen Gründen tabu ist -, dürfe nicht aus Bequemlichkeits- oder Kostengründen die Speiseauswahl für die Mehrheit eingeschränkt werden. "Jedes Kind sollte die Auswahl haben, ob es Rind-, Schweinefleisch, Fisch oder eben vegetarisch essen möchte", betonte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft.

Deutschland Metzger Schweinefleisch (picture-alliance/Sven Simon/F. Hoermann)

Für Muslime tabu: Schweinefleisch

"Pseudo-Fleischgerichte"

Fleisch-Ersatzprodukte scheinen dem 59-jährigen CSU-Politiker hingegen suspekt zu sein. Begriffe wie "vegetarisches Schnitzel" oder "vegane Currywurst" seien "komplett irreführend und verunsichern die Verbraucher", meinte Schmidt. Er setze sich daher dafür ein, dass solche Begriffe "im Sinne einer klaren Verbraucherkennzeichnung verboten werden".

Der Minister argumentierte, die Anbieter dürften nicht "bei diesen Pseudo-Fleischgerichten so tun, als ob es Fleisch wäre". Zugleich forderte er die Produzenten zur Kreativität auf: "Ich bin mir sicher, dass sich die Hersteller künftig eigene Namen für ihre pflanzlichen Produkte überlegen werden." Schon zuvor hatte sich Schmidt für eine klare Kennzeichnung der Inhaltsstoffe sogenannter Veggie-Produkte ausgesprochen - nach dem Motto "Was drauf steht, muss auch drin sein."

wa/qu (afp, dpa)

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