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Schmerz

Schmerz ist eine universale Empfindung: leichte Kopf- oder Rückenschmerzen hat jeder einmal. Starker Schmerz kann einen fast ohnmächtig werden lassen. Und nicht nur der Körper, auch die Seele kann Schmerzen hervorrufen.

Es gibt Dinge, die bei allen Menschen gleich sind. So endet jedes Leben mit dem Tod. Auch Gefühle sind allen Menschen vertraut und gemeinsam – sei es Liebe oder Hass, Freude oder Leid, Trauer oder Schmerz. Der Schmerz ist – wie der Tod – allgegenwärtig. Er kann plötzlich auftreten oder sich langsam ankündigen. Aber wie auch immer er beschaffen ist und aus welchen Gründen er entstehen mag: es gibt keinen Menschen, der ihn nicht kennt.

Was ist Schmerz?

Der körperliche Schmerz ist, mit den Augen des Arztes betrachtet, eine von der Haut oder den inneren Organen ausgelöste Empfindung. Sie wird hervorgerufen durch schädliche Reize von außen oder durch krankhafte Veränderungen im Inneren des Körpers. Das sagt sich so einfach. Das klingt geradezu harmlos, wenn man sich die grauenvollen Verletzungen, die durch Unglücksfälle aller Art entstehen können, oder die schrecklichen Auswirkungen von Infektionskrankheiten und Krebs vor Augen führt.

Der Schmerz zermürbt, er macht fertig, er zwingt die Menschen in die Knie. Er ist scharf und beißend, er schneidet und bohrt. Schmerz kann einen ohnmächtig werden lassen. In ohnmächtigem Schmerz sagen wir bildhaft, wenn wir dem Ausdruck verleihen wollen, was der Schmerz anrichten kann. Der seelische Schmerz. Er macht uns hilf- und fassungslos, lässt uns erstarren und scheint von jeder Faser unseres Körpers Besitz zu ergreifen. Dieser Schmerz, etwa über den Verlust eines geliebten Menschen, sitzt meist tief.

Wege der Linderung

Wenn wir sagen der Schmerz sitzt tief, so ist damit zwar meist ein seelischer psychischer Schmerz gemeint, aber auch der physiologische, der körperliche Schmerz ist selten oberflächlich. Wenn wir uns irgendwo stoßen und dann den berühmten blauen Fleck bekommen, oder wir schneiden uns ein bisschen mit dem Küchenmesser, so tut das weh, aber von richtigen Schmerzen sprechen wir bei solchen Bagatellverletzungen nicht. Meist ist es in diesen Fällen ja auch mit einem Pflaster oder etwas Salbe getan.

Glücklicherweise sind wir nicht immer allein mit dem Schmerz. Wenn der Körper auf Verletzung oder unsichtbare krankhafte Vorgänge in seinem Inneren antwortet, gehen wir zum Arzt, zum Psychiater oder Psychologen. Schmerzen können gelindert werden. Die Ärzte entscheiden welche Medizin, welches Schmerzmittel für uns das richtige ist. Die schmerzstillende Tablette, die Betäubungsspritze beim Zahnarzt nimmt den Schmerz, aber seine Ursache kann sie nicht beseitigen.

Schmerz hat viele Gesichter

Besonders übel ist der rasende Kopfschmerz. Er zeugt von Krankheit und macht selbst krank. Da helfen keine Schmerzpillen, da hilft wenn überhaupt nur eine lange und sorgfältige Behandlung; denn es gilt der Ursache auf die Spur zu kommen und sie zu beseitigen. Schmerztherapie ist seit längerer Zeit Bestandteil langfristiger Behandlung.

Welche Bedeutung der Schmerz auch als Gegenstand der Forschung hat, zeigt unter anderem die Tatsache, dass es in Köln die 'Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes‘ gibt. Den Schmerz als eindeutig körperlichen oder seelischen zu bestimmen, ist nicht immer möglich. Häufig äußert sich seelische Not, wenn die Seele trauert, im physischen Schmerz. Oft ist die Ursache von Rückenschmerzen eine psychische. Wer zu viel auf seine Schultern nimmt, geht irgendwann gebeugt.

Ohnmächtiger Schmerz

Welche Schicksalsschläge die Menschen zur Verzweiflung bringen, sie in jenen sprichwörtlich ohnmächtigen Schmerz treiben und darin erstarren lassen, das können wir nur ahnen. Bei Ereignissen wie Flugzeugabstürzen, Anschlägen oder auch plötzlichen Unfällen mit Todesfolge bekommen wir Äußerungen des Schmerzes in aller Brutalität vor Augen geführt. 'Tragischer Schmerz‘, so heißt es, hat selbst keine Tränen, er bewirkt sie bloß..

Fragen zum Text

Schmerz kann … sein.

1. bohrend, stechend, klopfend.

2. putzend, kehrend, spülend.

3. lachend, trabend, essend.

Ein Medikament sollte nicht …

1. Schmerzen lindern.

2. Schmerzen stillen.

3. Schmerzen hervorrufen.

Als Schicksalsschläge bezeichnet man …

1. schlimme, einschneidende Ereignisse im Leben eines Menschen.

2. besonders schöne Ereignisse im Leben eines Menschen.

3. die Dinge, die man jeden Tag erledigen muss.

Arbeitsauftrag

Sammeln Sie an der Tafel verschiedene Arten von Schmerz oder andere gesundheitliche Probleme. Anschließend sucht sich ein Teilnehmer ein Problem davon aus und sagt z.B. "Ich habe Kopfschmerzen". Die anderen geben ihm Tipps: Dann solltest du …, Ich an deiner Stelle würde…. Wenn der "Kranke" mit den Tipps zufrieden ist, kommt der nächste an die Reihe und wählt ein Problem von der Tafel.

Autor: Michael Utz

Redaktion: Beatrice Warken

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