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Fußball

Schlusslicht Dortmund taumelt weiter

Nach einer bitteren Heimpleite gegen Augsburg wird die Lage für den BVB immer bedrohlicher. Während Trainer Luhukay in Berlin seinen Stuhl räumen muss, scheint sich der Hamburger SV zu fangen.

Borussia Dortmund hat den nächsten bitteren Rückschlag in der Fußball-Bundesliga einstecken müssen und steht auch nach dem 19. Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz. Gegen den FC Augsburg kassierte der BVB am Mittwoch trotz gut 25 Minuten Überzahl beim 0:1 (0:0) die vierte Heimpleite der Saison und muss in dieser Verfassung ernsthaft um den Ligaverbleib bangen.

Dortmund merkte man die Angst an. Gegen das Überraschungsteam aus Schwaben fehlte jegliches Selbstvertrauen und damit die Fähigkeit für kreative Momente. Vor dem Gegentor durch Raul Bobadilla konnte Halil Altintop ungehindert durch die Westfalen-Abwehr marschieren. Auch nach der Roten Karte für Christoph Janker (64. Minute) nach Notbremse gegen Pierre-Emerick Aubameyang konnte der BVB keine entscheidenden Akzente mehr setzen - oder ließ wie Ciro Immobile (90.+1) die wenigen Chancen ungenutzt. Augsburg kletterte auf Platz vier und kann von der Champions League träumen.

Luhukays Aus ist besiegelt

Herthas Trainer Jos Luhukay am Spielfeldrand (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Böse Ahnung nach dem Spiel: Trainer Jos Luhukay

Mit weiterhin 16 Punkten haben die Dortmunder nun zwei Zähler weniger auf dem Konto als Hertha BSC und der VfB Stuttgart, die beide ebenso einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpassten. Die Berliner mussten sich Bayer Leverkusen mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und rutschten auf Platz 17. Hertha BSC ließ eine frühe Chance ungenutzt. Hajime Hosogai (8.) köpfte bestens postiert den Ball an den Pfosten.

Anschließend sahen die Fans im Olympiastadion nur noch wenige Offensivaktionen. Die Berliner waren zunächst bemüht, gut geordnet dem Gegner wenig Raum zu lassen. Den hatte dann aber Stefan Kießling (49.) kurz nach der Pause. Aus kurzer Distanz konnte der Stürmer im Fallen den Siegtreffer markieren. In der Schlussminute sah Hertha-Verteidiger Sebastian Langkamp Gelb-Rot. Einen Tag nach dem Absturz auf einen Abstiegsrang musste Trainer Jos Luhukay

bei der Hertha seinen Hut nehmen.

Müde Nullnummer in Köln

Zweikampf: Der Kölner Daniel Halfar (l.) und Georg Niedermeier (r.) von Stuttgart (Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images)

Zweikampf: Kölns Halfar (l.) und Stuttgarts Niedermeier

Der VfB Stuttgart kam trotz schwacher Leistung beim 1. FC Köln zu einem 0:0 und kletterte auf Rang 16. Nur keine Fehler machen war die kollektive Devise, die Nullnummer war die fast zwangsläufige Konsequenz. Dabei spielte der VfB anfangs durchaus forsch auf. Moritz Leitner (7.) sorgte für erste Gefahr vor dem FC-Tor. Martin Harnik legte in der 23. Minute nach, scheiterte aber mit seinem Flachschuss an FC-Keeper Timo Horn. Ansonsten bot die Partie kaum Niveau, kreative Offensivideen blieben Mangelware, die nominellen Angriffsspitzen Harnik und Anthony Ujah beim FC nahezu ohne Wirkung.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich Stuttgart agiler. Sararer scheiterte an Horn (53.). Fünf Minuten lenkte der FC-Schlussmann einen Leitner-Freistoß mit viel Mühe an das Aluminium. Am Ende blieben die Stuttgarter wie schon beim 0:1 gegen Mönchengladbach auch im zweiten Spiel der Rückrunde ohne Torerfolg. Damit schwebt der VfB weiter in akuter Abstiegsgefahr und muss dringend Rezepte entwickeln, um sein Offensivproblem zu lösen.

Lichtblick für den HSV

Der Hamburger Rafael van der Vaart (r.) erzielt das 1:0 per Foulelfmeter gegen Paderborns Torhüter Lukas Kruse (2.v.r.) (Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Strafstoß: Van der Vaart (r.) bringt des HSV in Führung

Unterdessen konnte sich der Hamburger SV durch einen 3:0 (1:0)-Erfolg beim SC Paderborn ein wenig Luft verschaffen und überholte den nun seit neun Spielen sieglosen Konkurrenten in der Tabelle auf Platz 13. In Paderborn fing die Partie gleich furios an: Patrick Ziegler foulte den in den Strafraum stürmenden Hamburger Ex-Nationalspieler Marcell Jansen nach wenigen Sekunden. Rafael van der Vaart (2.) verwandelte den fälligen Strafstoß. Der HSV konnte zwar nicht glänzen, stand aber zumindest besser als zuletzt in der Defensive. Jansen (72.) und Zoltan Stieber (90.+1) machten den zweiten Auswärtssieg der Saison perfekt.

Werder holt zweiten Rückrundensieg

Der Bremer Franco di Santo wird von seinen Kollegen zu seinem Tor beglückwünscht (Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images)

Die Bremer bedanken sich bei Franco di Santo

Ein großer Sieger des Spieltages war Werder Bremen. Durch ein 2:1 (1:1) bei 1899 Hoffenheim schoben sich die Hanseaten mit dem zweiten Sieg im zweiten Rückrundenspiel auf Rang elf und haben schon fünf Punkte Vorsprung auf die akute Gefahrenzone. Die Bremer erwischten gleich einen guten Start in Sinsheim: Nach Vorarbeit von Davie Selke traf Franco di Santo (8.) - schon Werders Doppeltorschütze gegen Berlin - aus 20 Metern zur Führung. Doch die Hanseaten setzten zu verhalten nach. Die Gastgeber kamen besser ins Spiel und durch einen Kopfballtreffer von Ermin Bicakcic (34.) nach einer Ecke zum Ausgleich. Werder fand wie zu Beginn auch in der zweiten Hälfte schneller ins Spiel. Philipp Bargfrede (52.) nutzte eine Lücke in der 1899-Abwehr zum Siegtreffer.

Nur Gladbach siegt

Am Dienstag kam Spitzenreiter Bayern München im Heimspiel gegen Schalke 04 nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Auch der Tabellen-Zweite VfL Wolfsburg musste sich bei Eintracht Frankfurt mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Das gleiche Ergebnis gab es in Hannover: Die Partie der 96er gegen Mainz 05 endete 1:1 (1:0). Einziger Gewinner im ersten Teil des 19. Spieltags war Borussia Mönchengladbach, das sich zu einem 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg mühte.

Alle Ergebnisse und die Tabelle der Fußball-Bundesliga finden Sie hier.

Und wer noch einmal in die Mittwochs-Spiele eintauchen will, kann hier nachlesen:

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