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Naturkatastrophen

Schlimme Befürchtungen nach Erdbeben in China

Die Erde in China kommt nicht zur Ruhe. Auf das Beben in Sichuan im Südwesten des Landes folgen neue Erdstöße im Nordwesten. Das ganze Ausmaß der Schäden ist noch gar nicht bekannt.

China Erdbeben (Getty Images/AFP)

Kein Verkehrsunfall: Die Gewalt der Natur hat diesen PKW zertrümmert

Nur zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina hat ein zweites Beben die Region Xinjiang im Nordwesten des Landes erschüttert. Dessen Stärke bezifferte das Erdbebenzentrum auf 6,6. Doch diesmal war zum Glück ein wenig besiedelter Kreis betroffen: Jinghe in der autonomen mongolischen Präfektur Bortala. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet von drei Verletzten. Im Umkreis von 20 Kilometern um das Epizentrum leben den Angaben zufolge nur 760 Menschen. Die neuen Erdstöße waren allerdings noch in der 400 Kilometer westlich gelegenen Hauptstadt der Region, Ürümqi, zu spüren.

Unterdessen steigt die Opferzahl in der südwestchinesischen Provinz Sichuan weiter an. Dort, wo Stunden zuvor die Erde gebebt hatte, gehen die Behörden inzwischen von mindestens 19 Toten und mehreren hundert Verletzten aus. Die Nachrichtenagentur dpa spricht sogar von 44 Toten. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl auf bis zu 100 steigen könnte.

China Erdbeben (picture-alliance/Zumapress/Sang Ji)

Hier rutschte eine Fahrbahn der zweispurigen Straße ab

Im Naturpark überrascht

Unter den Verletzten sind nach jüngsten Angaben auch ausländische Touristen. So wurde ein Franzose durch einen herabfallenden großen Stein am Bein getroffen. Eine Kanadierin erlitt eine leichte Kopfverletzung. Rund 100 Reisende waren in dem beliebten Naturpark Jiuzhaigou eingeschlossen worden.

Das Beben in Sichuan hatte nach offiziellen Angaben die Stärke 7,0. Retter suchten in Trümmern nach Verschütteten und brachten Verletzte in Sicherheit. Mehr als 1200 Helfer waren nach Angaben des Staatsfernsehens hier im Einsatz.

China Erdbeben (Reuters)

Helfer verschaffen sich mittels Drohnen einen Überblick über die Schäden

In der Provinz waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8 in Wenchuan, das nur rund 200 Kilometer von Jiuzhaigou liegt, mehr als 80.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Region liegt an der Südwestspitze des Qinghai-Tibet-Hochplateaus und gilt als eine der erdbebenaktivsten Gegenden Chinas. Im April 2013 waren bei einem Erdbeben in Lushan rund 360 Kilometer südlich von Jiuzhaigou 196 Menschen zu Tode gekommen.

jj/sti (dpa, afp, rtr)

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