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Migration

Schleuser lässt 19 Flüchtlinge bei Eiseskälte in Bayern zurück

Die 19 Asylsuchenden waren im unbeheizten Laderaum eines Transporters unterwegs. Der Fahrer flüchtete, nachdem er das Fahrzeug auf einem Autobahnrastplatz abgestellt hatte.

Bundespolizei Pressefoto - Einsatz gegen Schleuser (Bundespolizei)

In Bayern entdeckt die Polizei immer wieder Schleusertransporte wie hier in Passau (Archivbild)

Rund minus 20 Grad war es kalt, als der skrupellose Fahrer die Menschen auf dem Rastplatz an der Autobahn A 93 nahe dem bayerischen Brannenburg im Stich ließ. Einer von ihnen sprach andere Autofahrer auf dem Parkplatz an, die die Polizei alarmierten.

Schließlich kümmerten sich Notarzt, Rettungsdienst und Bundespolizei um die 14 Erwachsenen und fünf Minderjährigen, die stark unterkühlt waren. Danach wurden sie in eine Aufnahmestelle nach Rosenheim gebracht. Die Menschen stammen nach eigenen Angaben aus dem Irak, dem Iran und Syrien. Reisepapiere hatten sie aber nicht bei sich.

In Italien gestartet

Die Flüchtlinge gaben an, die Fahrt in einem italienischen Flüchtlingslager angetreten zu haben. Dafür hätten sie zwischen 500 und 800 Euro pro Person gezahlt. Nach etwa einem halben Tag traten allem Anschein nach Probleme mit dem Motor auf. Daraufhin habe sie der ihnen unbekannte Fahrer einfach zurückgelassen.

Das Fahrzeug hatte ein britisches Kennzeichen. Von dem Fahrer fehlt bislang jede Spur. Die Polizei teilte mit, es sei nicht auszuschließen, dass er in ein Begleitfahrzeug umstieg. Nach ihm wird gefahndet. 

uh/jj (dpa, epd)