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Wirtschaft

Schlechter Start der ersten Billig-Airline für Langstreckenflüge

Die nach eigenen Angaben erste Billig-Airline für Langstreckenflüge, Oasis, hat ihren ersten Flug von Hongkong nach London in letzter Sekunde absagen müssen. Die Premiere soll aber nachgeholt werden.

Keine Starterlaubnis für Oasis

Keine Starterlaubnis für Oasis

Die Boeing 747 der Fluggesellschaft Oasis mit 300 Passagieren an Bord konnte am Mittwoch (25.10.2006) nicht zu ihrem Flug von Hongkong nach London abheben, weil sie keine Überflugrechte über Russland erhalten habe, teilte die Airline mit.

Im Londoner Gatwick-Airport sollte die Maschine aus Hongkong landen

Im Londoner Gatwick-Airport sollte die Maschine aus Hongkong landen

Die Fluggäste hätten rund sechs Stunden lang in dem Flugzeug festgesessen. Die Airline habe bereits für die Überflugrechte bezahlt und grünes Licht erhalten. Trotzdem sei das Flugzeug in letzter Sekunde ohne Erklärung aufgehalten worden, hieß es weiter. Der Flug solle am Donnerstag nachgeholt werden. Obwohl alle Genehmigungen früher eingeholt worden seien, hätten die russischen Behörden aus unerklärlichen Gründen die Überflugrechte nicht erteilen wollen, hieß es in einer Erklärung der Airline. Russische Offizielle waren für eine Auskunft nicht zu erreichen. Gebe es weiter keine Erlaubnis aus Russland, sollen alternative Flugrouten nach London geprüft werden. Oasis will die Strecke Hongkong-London mit zwei geleasten Boeing 747 bedienen.

Konkurrenz für die großen Airlines

Fluggäste der Economy Class zahlten für die einfache Strecke dank eines Eröffnungsangebots, das bis zum 14. Dezember gilt, umgerechnet rund 100 Euro. Der Preis für die Businessclass betrug etwa 660 Euro. "Unser Ziel ist es Hongkong eine hohe Qualität, niedrige Preise und Direktflüge anbieten zu können", meinte der Vorsitzende von Oasis, Reymond Lee. Analysten beobachten derzeit genau, ob die neue Fluggesellschaft tatsächlich zur Konkurrenz von Asiens führender Airline Cathay sowie der alteingesessenen British Airways und Virgin Atlantic werden kann. Diese verlangen etwa das Doppelte der Preise von Oasis bei derselben Route.

Businessclass mit Monitor im Sitz

Individuelles TV auf allen Flügen von Oasis

Die Airline verspricht ihren Passagieren vollen Service - ein komplettes Gratis-Essen und Gratis-Getränke an Bord inklusive. In beiden Flugklassen sind individuelle Fernseher in den Sitzen integriert, bei denen bis zu 16 Unterhaltungskanäle zur Wahl stehen. Eine Passagierin des geplanten Fluges, Maria Chau, sagte, sie sei noch nie in London gewesen und habe sich nur aufgrund des Oasis-Angebots zur Reise entschieden. "Ich dachte, ich buche es, da der Preis so niedrig war."

100 Euro in der Touristenklasse

Die Fluggesellschaft sagte, sie hoffe die Ticketpreise würden nach der Promotionsphase 30 bis 40 Prozent unter denen der großen Airlines liegen. Mindestens zehn Prozent der Economyclass werden nur etwa 100 Euro kosten. Lee sagte, die Airline versuche intensiv ihren Flugzeugbestand von fünf Flugzeugen im ersten Jahr auf 25 Flugzeuge innerhalb von fünf Jahren aufzustocken. Die Fluggesellschaft brauche 12 bis 18 Monate um die Gewinnzone zu erreichen, glaubt Lee. Oasis rühmt sich mit einem Durchschnitt von 500 täglichen Buchungen seit dem Beginn der Reservierungsannahme im September. Es wird erwartet, dass der Ticketverkauf im ersten Quartal die Marke von 55.000 und im ersten Jahr von 190.000 übersteigt. Oasis wird ab 25. November vier Mal pro Woche von und nach London fliegen.

Expansion in Planung

Die Fluggesellschaft will ihre Routen weiter ausbauen. Oakland in San Francisco wird vom ersten Quartal 2007 an bedient. Wie Lee betonte, hat die Airline auch Fluglizensen für Chicago, Mailand, Berlin und Köln/Bonn erhalten. Anträge für Vancouver, Toronto, Zürich, Paris, New York und Los Angeles werden zur Zeit bearbeitet. Lee sagte, die Fluggesellschaft führe Gespräche mit anderen Billig-Airlines für Verbindungen zum restlichen Europa und zu Nordamerika. Oasis stehe im Dialog mit easyJet und Ryanair sowie mit Germanwings, Southwest Airlines und JetBlue. Zudem habe die Airline Kooperationen mit Cargolux und Hong Kong Air Cargo Terminals Limited (HACTL) vereinbart, um Frachtdienste anzubieten. Passagierflüge sollen jedoch das Kerngeschäft bleiben. (cin)

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