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Politik

Schlechte Werte für Bush

Noch nie ist in den USA ein Präsident wieder gewählt worden, dessen Umfragewerte im Monat Mai unter 50 Prozent lagen. Präsident Bush liegt derzeit unter dieser kritischen Marke. Das Weiße Haus ist in Sorge.

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John Kerry überholt in der Wählergunst den Präsidenten

US-Präsident Bush auf dem Weg nach New York

Die Zustimmung zur Politik von US-Präsident George W. Bush sinkt

Nach der vom Fernsehsender ABC und der "Washington Post" durchgeführten Umfrage würden sich derzeit 48 Prozent der amerikanischen Wähler für John Kerry entscheiden, 47 Prozent für Präsident Bush und sechs Prozent für den unabhängigen Kandidaten Ralph Nader. Befragt wurden 1.200 Wahlberechtigte zwischen dem 17. und dem 20. Juni.

Die Meinungsforscher fragten auch dieses Mal wieder, wem von beiden Kandidaten die Wähler eher zutrauen, mit dem Terrorismus-Problem fertig zu werden. Anders als noch in früheren Umfragen hat Präsident Bush seinen deutlichen Vorsprung auf diesem Gebiet eingebüßt. Während Bush im April in der Anti-Terror-Bekämpfung noch 13 Punkte vor Kerry lag, sieht die jüngste Meinungsumfrage auch hier beide Kandidaten gleichauf.

"Dieser Krieg ist es nicht wert"

Die öffentlichen Anhörungen der Kommission zum 11. September, die Hinrichtungen amerikanischer Staatsbürger im Irak und in Saudi-Arabien, aber auch der Abu-Ghraib-Gefängnis-Skandal könnten hierbei eine Rolle gespielt haben.

Erstmals in dieser Umfragenserie sagten mehr als die Hälfte der Befragten, der Krieg im Irak sei unnötig gewesen. Und 70 Prozent halten die Verluste unter US-Soldaten im Irak für nicht mehr akzeptabel.

John Kerry mit Rennrad

Kopf-an-Kopf-Rennen mit John Kerry

Doch die neuesten Umfragen enthalten noch andere Warnsignale für Präsident Bush. Nach einer Umfrage des Radiosenders NPR führt Kerry inzwischen auch in der Gruppe der Wechselwähler und der demokratische Herausforderer würde in den so genannten "battleground states", in jenen US-Bundesstaaten in denen das Rennen besonders eng zu werden verspricht, den Sieg davon tragen.

"Unbequem"

"Für den Amtsinhaber ist das eine unbequeme Position, wenn die Wechselwähler und die heiß umkämpften Bundesstaaten ins gegnerische Lager abdriften", sagt der Meinungsforscher Stanley Greenberg. "Wenn die jetzt befragten Wähler heute zur Wahl gehen würden, würde John Kerry Präsident werden."

Andere Meinungsforscher, wie Bill McInturf, meinen, selbst die potenziellen Wechselwähler seien relativ festgelegt: "Sogar die Wähler, die von sich behaupten, sie seien für die Argumente der anderen Seite offen, scheinen sich inzwischen festgelegt zu haben. Obwohl wir ihnen genügend Material zur Verfügung gestellt hatten, blieben alle bei ihrer ursprünglichen Präferenz."

Schon jetzt haben Republikaner wie Demokraten zweistellige Millionen-Beträge für den Wahlkampf ausgegeben. Denn ähnlich wie vor vier Jahren könnte es auch dieses Mal wieder auf jede Stimme ankommen.

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