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Wirtschaft

Schlechte US-Vorgaben

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag nach einem freundlichem Auftakt im Minus geschlossen. Der DAX verlor 40 Punkte auf 4.470 Zähler. Am Neuen Markt fiel der NEMAX-50 um knapp sechs Punkte auf 667 Zähler.

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Kursverluste bei BMW

Die Trendwende begann, als am frühen Nachmittag ein unerwartet starker Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze im Monat Mai sowie eine Umsatzwarnung des amerikanischen Netzwerk-Ausrüsters Lucent Technologies bekannt wurden. Die schwache Eröffnung der New Yorker Leitbörsen am Nachmittag hat dann zusätzlich die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett belastet.

Im Mittelpunkt stand wieder die Aktie des Finanzdienstleisters MLP. Am Vortag hatten die Aktien bereits mehr als 15 Prozent eingebüßt, nachdem das Anlegermagazin "Börse Online" über angeblich unsaubere Bilanzierung berichtet hatte. Am Donnerstag hieß es in einer Unternehmenserklärung, der Artikel bestehe aus einem "Wust von Unwahrheiten und Tatsachenverdrehungen". MLP schlossen mit einem Minus von 2,3 Prozent.

Die größten Verluste verbuchten allerdings Auto-Aktien. Volkswagen und DaimlerChrysler gaben jeweils 2,7, BMW sogar 5,6 Prozent nach. Grund für die Kursverluste waren die schwächer als erwartet ausgefallenen Zulassungszahlen für Westeuropa. Die Pkw-Neuzulassungen fielen im Mai um acht Prozent, in Deutschland wurden sogar 14 Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen.

Am Neuen Markt stieg die MobilCom-Aktie nach drei Tagen mit Einbußen von insgesamt mehr als 60 Prozent um über 18 Prozent auf 7,37 Euro. Wie aus Pariser Finanzkreisen verlautete, bemühen sich die Banken und Großaktionär France Telecom intensiv um eine Lösung des Schuldenproblems beim norddeutschen Mobilfunk-Anbieter. Außerdem wird der Rücktritt von MobilCom-Chef Gerhard Schmid immer wahrscheinlicher, hieß es auf dem Frankfurter Parkett.

Am Rentenmarkt stieg der Rentenmarktindex REX leicht um 0,02 Prozent auf 111,98 Punkte. Der Bund-Future war bei 106,62 Zählern um 0,3 Prozent fester. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank unverändert mit 4,96 Prozent festgestellt.

Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,9417 (Mittwoch: 0,9452) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0619 (1,0580) Euro. Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 87,90 (+ 1,30)

Allianz 213,05 (- 5,95)

BASF 45,75 (+ 0,50)

Bayer 32,80 (- 0,05)

HypoVereinsbank 33,65 (- 0,56)

BMW 42,00 (- 2,50)

Commerzbank 16,95 (- 0,32)

DaimlerChrysler 48,75 (- 1,35)

Degussa 36,15 (+ 0,21)

Deutsche Bank 69,00 (- 1,55)

Deutsche Post 14,96 (+ 0,06)

Deutsche Telekom 10,21 (- 0,09)

E.ON AG 56,42 (- 0,38)

EPCOS 36,15 (- 1,47)

Fresenius Med. Care 50,64 (- 1,16)

Henkel 75,70 (+ 1,65)

Infineon Techno 15,90 (+ 0,24)

Linde 52,66 (- 0,24)

Lufthansa 14,05 (- 0,35)

MAN 21,85 (- 0,16)

Metro 33,45 (- 0,55)

MLP 32,52 (- 0,77)

Münchener Rück 225,20 (+ 0,68)

Preussag 27,16 (+ 0,01)

RWE 38,86 (+ 0,31)

SAP 108,90 (+ 1,41)

Schering 60,35 ( unv. )

Siemens 61,51 (+ 0,65)

ThyssenKrupp 16,95 (- 0,07)

VW 53,65 (- 1,50)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank: Ein Euro kostetete am Donnerstag 0, 9417 amerikanische Dollar oder 0, 6404 britische Pfund oder 1, 4762 schweizer Franken oder 118,24 japanische Yen.

  • Datum 13.06.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2PyQ
  • Datum 13.06.2002
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