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Schlaf

Schlaf dient der Erholung, der Entspannung. Es gibt Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, während andere schlafen wie ein Stein. Manchen kommen, wenn sie eine Nacht darüber geschlafen haben, die besten Ideen.

Es ist Winter, es ist kalt und nicht wenige Menschen würden es gerne so machen wie unsere Freunde, die Tiere. Nämlich einen satten Winterschlaf halten. Aber nein, wir müssen ja arbeiten und Geld verdienen, die dunkle Jahreszeit im Schlaf zu verbringen, das können wir uns nicht leisten.

Gute Nacht!

Den besten Schlaf haben angeblich die Staatsdiener beziehungsweise die Beamten. Zumindest in Deutschland. Sie klagen am wenigsten über Schlafstörungen. Nur elf Prozent von ihnen leiden an Einschlafschwierigkeiten, wobei böse Zungen behaupten, dies sei kein Wunder, weil … – aber es fällt uns ja nicht einmal im Schlaf ein, in den Chor der Beamtenspötter einzustimmen!

Das wäre politisch nicht korrekt. Schließlich ist es für alle nur von Vorteil, wenn dem Staate in ausgeschlafenem Zustand gedient wird. Man stelle sich vor, schlafmützige, stets muffige, von Schlaflosigkeit gezeichnete Staatsdienerinnen und Staatsdiener befänden sich in den Amtsstuben oder wo auch immer. Nicht auszudenken. Allein die Vorstellung könnte einem den Schlaf rauben.

Ratzen, pofen, pennen

Am schwersten finden deutsche Hausfrauen in den Schlaf. Die Erklärung dafür ist einleuchtend. Wer von morgens bis abends arbeitet, sich kümmert und macht und tut, der fällt zwar wie ein Stein ins Bett, aber mit ruhigem, tiefem, erholsamem Schlaf ist nicht viel. Auch die Arbeiter, Selbstständigen und Schichtdienstler zählen zu den Schlechtschläfern – sie haben einen leichten Schlaf, wälzen sich im Halbschlaf hin und her, weil berufliche Probleme sie nicht zur Ruhe kommen lassen oder die innere Uhr aus dem Takt gekommen ist.

Ein paar Nächte so richtig ratzen, pofen oder pennen ist der Traum aller Menschen, die unter Schlafstörungen oder manchmal auch Schlaflosigkeit leiden. Es gibt aber auch Leute, die schlafen wie ein Stein. Egal was passiert. Solche Schlafratze, wie es im Volksmund heißt, sind zu beneiden. Übrigens hat ratzen und Schlafratz nichts mit Ratte zu tun. Ratz heißt in Süddeutschland der Siebenschläfer, der sich den ganzen Winter über in einem schlafähnlichen Zustand befindet.

Schlafen wie ein Murmeltier

Richtigen Winterschlaf halten zum Beispiel die Bären. Schlafen wie ein Bär heißt tief und fest schlafen. Es darf dabei auch gebrummt werden. Weitere Vorbilder für dauerhaften und tiefen Schlaf, die sich in Redensarten wiederfinden sind die Dachse und die Murmeltiere. Schlaf dient der Erholung, der Entspannung. Das Bewusstsein kommt zur Ruhe und nach dem Aufwachen lässt sich das Tagwerk mit frischer Kraft beginnen. Mit einem Mal weiß man, welche Entscheidung die richtige ist, weil man eine Nacht darüber geschlafen hat.

Wenn man sich den Schlaf aus den Augen gerieben und gut geschlafen hat, sieht die Welt ganz anders aus. Vieles geht leichter von der Hand, um nicht zu sagen wie im Schlaf’.

Viele Mediziner raten zu einem Mittagsschläfchen, dem Nickerchen, das oft nicht länger als das Viertelstündchen dauern muss, um wieder für frische Kraft zu sorgen. Aber womit das garstige Elf-Uhr-Loch füllen, das Bermudadreieck für Spannkraft und Leistung, von dem viele Berufstätige gewissermaßen ein Schlaflied singen können?

Von Wachmachern und Schlafmitteln

Es ist schon verrückt: Abends brauchen manche Schlafmittel und tagsüber Wachmacher. Aber statt Kaffee ohne Ende in sich hineinzuschütten, gibt es zum Beispiel – es lebe das Internet – die Möglichkeit, sich per Mausklick eine Herde singender Hamster auf den Computerbildschirm zu holen, die sich als putzige Vorturner und mit großem Eifer gegen das Einschlafen ins Zeug legen.

Wenn wir uns auf diese oder andere Weise so tapfer gegen den Büroschlaf gewehrt und unsere Arbeit gewissenhaft getan haben, dann dürfen wir nächtens getrost den sprichwörtlichen Schlaf des Gerechten schlafen – nämlich gut und tief in unseren Kissen schlummern.

Schlafen wie ein Staatsdiener

Der Ausdruck stammt aus der Bibel, ist aber so nicht wörtlich zu finden. Sinngemäß finden sich jedoch mehrere Stellen, eine im Dritten Buch Moses: "Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlafet und euch niemand schrecke." Das wäre doch etwas für die großen Staatsdiener.


Fragen zum Text

Keinen Winterschlaf hält …

1. das Murmeltier.

2. der Bär.

3. das Schwein.

Ein kurzer Schlaf wird in der Umgangssprache bezeichnet als …

1. ein Nickerchen.

2. Sekundenschlaf.

3. Winterschlaf.

Die Redensart einen Schlaf der Gerechten schlafen bedeutet: …

1. schlecht schlafen.

2. gut und tief schlafen.

3. unruhig schlafen.

Arbeitsauftrag

Schlafen Sie gut oder schlecht ein? Haben Sie einen tiefen oder einen leichten Schlaf? Träumen Sie häufig? Beschreiben Sie Ihre Schlafgewohnheiten?

Autor: Michael Utz

Redaktion: Beatrice Warken

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