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Aktuell Amerika

Schießerei in US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas

Auf dem amerikanischen Militärstützpunkt Fort Hood in Texas ist es erneut zu einer Schießerei gekommen. Der Amoklauf mit Toten und Verletzten weckt Erinnerungen an einen blutigen Zwischenfall vor vier Jahren.

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Tote bei Schießerei auf US-Stützpunkt

Der Täter hatte mit einer halbautomatischen Waffe im Gebäude einer medizinischen Brigade das Feuer eröffnet, drei Menschen erschossen und 16 weitere verletzt. Anschließend tötete er sich selbst. Das teilte der Kommandeur des Stützpunktes, Mark Milley, mit. Es gebe keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Der TV-Sender CNN sprach von einem "Vorfall unter Soldaten".

Präsident Barack Obama äußerte sich erschüttert. "Wir verfolgen die Situation genau", sagte er in Chicago. Obama erinnerte daran, dass bereits 2009 ein Soldat bei einem Amoklauf in Fort Hood 13 Menschen getötet und rund 30 verletzt habe. Die meisten Opfer waren Soldaten. "Es bricht uns das Herz, dass so etwas Ähnliches wieder passiert sein könnte", sagte Obama. Verteidigungsminister Chuck Hagel sprach von einer "furchtbaren Tragödie".

Kranker Irak-Veteran

Die Hintergründe des Verbrechens blieben zunächst unklar. Stützpunktkommandeur Milley sprach von einem psychisch kranken Irak-Veteranen. 2011 war der Amokläufer vier Monate im Irak im Ensatz. Seit Febraur war er auf Fort Hood stationiert. Wegen Depression und Angststörungen war er in psychiatrischer Behandlung

Der Täter war verheiratet und laut Medienberichten 34 Jahre alt. Die Waffe hatte er sich laut Milley außerhalb des Stützpunktes gekauft.

Fort Hood liegt zwischen Houston und Waco und gilt mit rund 40 000 Soldaten als einer der größten Militärstützpunkte weltweit. Bei dem Amokläufer vor fünf Jahren handelte es sich um den Militärpsychiater Nidal Hasan, der im vergangenen August zum Tode verurteilt wurde. Es hieß, er solle Kontakte zu radikalen Islamisten gehabt haben.

Während der Schießerei herrschte unter den Menschen auf der Basis Angst und Schrecken. Es heulten Sirenen, die Menschen wurden über Lautsprecher aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. "Die Menschen wurden zu Ambulanzen getrieben, über den Köpfen kreisten Hubschrauber", berichtete ein Augenzeuge dem TV-Sender CNN.

kle/haz/se (rtr, afp, dpa, ape)

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