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Sport

Schempp gewinnt Biathlon-Sprint in Antholz

Biathlet Simon Schempp feiert in Antholz seinen neunten Weltcup-Sieg. Der 27-Jährige liefert im Sprint über zehn Kilometer eine fehlerfreie Vorstellung ab und sichert sich seinen vierten Erfolg in diesem Winter.

Simon Schempp sank entkräftet in den Schnee, dann ließ er sich von den Fans gebührend feiern: Im "Wohnzimmer" von Antholz ist Deutschlands bester Biathlet zum neunten Weltcup-Sieg seiner Karriere gestürmt. Der 27-Jährige lieferte bei perfekten äußeren Bedingungen im Sprint über zehn Kilometer eine tadellose Leistung ab und verbesserte seine imposante "Italien-Serie" auf fünf Einzel-Triumphe nacheinander.

"Ich freue mich riesig, das ist sensationell. Ich fühle mich hier sehr wohl, Antholz liegt mir einfach", sagte Schempp, der im Ziel knapp vor dem ebenfalls fehlerfreien Russen Maxim Zwetkow (+5,8 Sekunden) und dem Norweger Tarjei Bö (+10,8) lag. Der frühere Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer landete auf dem neunten Platz, Youngster Benedikt Doll erreichte trotz eines Schießfehlers als Elfter das Ziel.

Heimspiel genutzt

Ausschlaggebend für Schempps erneuten Triumph am Freitag war indes die so oft zitierte "Komplex-Leistung" aus beiden Teildisziplinen. Am Schießstand zeigte er nicht mal im Ansatz Schwächen, räumte alle zehn Scheiben zielsicher ab. Auf dem Ski waren nur zwei Läufer schneller - weil Schempp eben alle Tücken und Herausforderungen der Loipe kennt.

Der Staffel-Weltmeister hatte die schwierigen Strecken auf 1600 Metern Höhe spätestens in den vergangenen Jahren lieben gelernt. Sowohl beim zurückliegenden Weltcup als auch 2014 triumphierte er in Südtirol jeweils in Sprint und Verfolgung - das hatte vor ihm noch kein anderer Skijäger geschafft. Ein gutes Omen also für das Jagdrennen am Samstag, das der Deutsche mit knappem Vorsprung vor der Konkurrenz als Erster in Angriff nehmen wird.

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