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Film

Schauspielerin Karin Dor gestorben

Sie war das einzige deutsche Bond-Girl und hat drei Jahrzehnte Filmgeschichte mitgeprägt. Jetzt ist die Schauspielerin Karin Dor im Alter von 79 Jahren gestorben.

Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb Karin Dor bereits am Montagabend in einem Pflegeheim. Bereits im Juli wurde bekannt, dass die Schauspielerin unter gesundheitlichen Problemen litt. Nach einem schweren Sturz im vergangenen Jahr stand sie zwar wieder auf der Bühne, doch offenbar hatte sich ihr Zustand in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Im Sommer erklärte ihre Managerin, Dor leide unter Gleichgewichtsstörungen. Eine Rückkehr auf die Bühne hielt sie da bereits für ausgeschlossen.

Dor wurde 1938 als Kätherose Derr in Wiesbaden geboren und wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen auf. Schon während ihrer Zeit auf dem Gymnasium besuchte sie eine Schauspielschule und übernahm mehrere kleinere Statistenrollen in Spielfilmen. In dem Film "Rosen-Resli" von 1954 hatte Dor zwar nur einen einzigen Satz zu sprechen, doch Regisseur Harald Reinl war von ihrer Darstellung so angetan, dass er ihr in seinem nächsten Film eine bedeutendere Rolle verschaffte und sie im gleichen Jahr auch heiratete.

Dor machte daraufhin rasch Karriere und erwies sich vor allem als perfekte Besetzung, wenn es um die Darstellung schutzbedürftiger, unschuldiger Frauen ging. Zu ihren großen Filmen gehören die Verfilmungen der Edgar-Wallace-Krimis und Streifen aus der Karl-May-Reihe. International feierte sie Erfolge als Bond-Girl in "Man lebt nur zweimal" (1966) und Alfred Hitchcocks "Topas" (1969). Ab den 90er-Jahren stand die Schauspielerin vor allem auf den Bühnen des deutschen Boulevard- und Komödientheaters. Auf der Leinwand oder dem Bildschirm sah man sie zuletzt nur noch selten.

djo/uh (dpa, Munzinger)

 

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