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Filme

Schauspielerin Danielle Darrieux ist tot

Die Franzosen nannten sie liebevoll "DD": Danielle Darrieux entsprach in den 1950ern Frankreichs Schönheitsideal und war ein Superstar. Sie wirkte in mehr als 100 Filmen mit. Jetzt starb sie mit 100 Jahren.

Die französische Filmschauspielerin Danielle Darrieux stand 85 Jahre lang vor der Kamera und auf der Bühne. Sie starb bereits am Dienstag (17.10.2017) in Paris, wie französische Medien unter Berufung auf Angaben ihres Lebensgefährten berichten. Im Mai hatte sie noch ihren 100. Geburtstag gefeiert.

Danielle Darrieux spielte mit zahlreichen Großen ihrer Kunst und war eng mit Marlene Dietrich befreundet. Für die französische Vorkriegsgeneration verkörpert sie mit kindlich-laszivem Blick und blonden Locken die ideale Schönheit. Sie spielte komische wie auch dramatische Rollen, später auch in Theaterstücken am Broadway in New York. 

Früher Karrierestart 

Ihre Karriere als Schauspielerin begann Anfang der 1930er Jahre. Als sie das erste Mal vor der Kamera stand, war sie gerade mal 14 Jahre alt. Mit 17 drehte sie schon mit Hollywood-Regisseur Billy Wilder den Film "Mauvaise graine" (1934, auf Deutsch: Böse Saat).

1936 bezauberte sie in dem Historien-Drama "Mayerling" als junge bürgerliche Schönheit, die dem Kronprinz Rudolf von Österreich-Ungarn den Kopf verdreht. In Hollywood drehte sie 1938 "The Rage of Paris", eine Komödie, in der sie versucht, sich einen Millionär zu angeln. Damit wurde Darrieux auch international ein Star. In den 1950ern feierte sie dann ihre größten Erfolge auf der Leinwand, vor allem mit historischen Kostümfilmen wie "Der Reigen" und "Madame de...".  

Galerie - Isabelle Huppert 60. Geburtstag (picture-alliance/dpa)

Danielle Darrieux (M.) in dem Kinofilm "8 Frauen" (2001), mit Isabelle Huppert, Catherine Deneuve, Emmanuelle Beart u. a.

Natürliche Eleganz

Mit dem Aufkommen der Nouvelle Vague im französischen Kino wurde es etwas stiller um sie, Hauptrollen wurden seltener. Dennoch stand Danielle Darrieux noch bis vor wenigen Jahren für namhafte Regisseure wie Claude Chabrol ("Der Frauenmörder von Paris") und Claude Sautet ("Einige Tage mit mir") vor der Kamera. Noch im hohen Alter bezauberte sie das Publikum mit ihrer selbstbewussten Eleganz, die einen Sinn für Komik auswies. 2002 spielte sie in dem Kinofilm "8 Frauen", neben Weltstars wie Catherine Deneuve und Isabelle Huppert. Für diese Nebenrolle erhielt sie auf der Berlinale den Silbernen Bären - eine große Ehrung für die französische Schauspielerin.

kk/suc (dpa, AFP)

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