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Reise

Schauplätze der Varusschlacht

Vor 2000 Jahren erlitt die Supermacht Rom in der Varusschlacht im fernen Germanien eine der größten Niederlagen ihrer Geschichte. In diesem Jahr wird das historische Geschehen an einigen Originalschauplätzen beleuchtet.

Museumsmitarbeiterin Kathrin Jaschke betrachtet zwischen unzähligen Playmobil-Legionären einen Spielzeug-Ochsenwagen (Foto: dpa)

15.000 Plastik-Legionäre sollen die Schlacht veranschaulichen

Das Hermannsdenkmal in Hiddesen bei Detmold (Foto: dpa)

Das Hermannsdenkmal soll an den Cheruskerfürsten Arminius und die Schlacht im Teutoburger Wald erinnern

Im Teutoburger Wald wurde vor 2000 Jahren europäische Geschichte geschrieben. "Varus, gib mir meine Legionen zurück!", soll Kaiser Augustus verzweifelt ausgerufen haben, als ihn die Nachricht ereilte, mehr als 15.000 römische Soldaten seien von den Germanen vernichtend geschlagen worden. Der römische Feldherr Varus war im Jahr 9 nach Christi an der List seines germanischen Widersachers Arminius gescheitert. Die Römer mussten ihre Expansionspläne im fernen Germanien aufgeben und zogen sich hinter den Rhein zurück. Als wahrscheinlichster Ort des Gemetzels gilt Kalkriese bei Osnabrück, wo vor einigen Jahren ein gewaltiges römisches Schlachtfeld entdeckt wurde.

Mythos, Konflikte und Plastik-Legionäre

Maske eines römischen Gesichtshelms

Maske eines römischen Gesichtshelms, in Kalkriese gefunden

Das Römermuseum im westfälischen Haltern, das Lippische Landesmuseum in Detmold und das Museum in Kalkriese beteiligen sich an dem Ausstellungsprojekt "Imperium - Konflikt - Mythos", das vom 16. Mai bis zum 25. Oktober 2009 zu sehen sein wird. Während das Römermuseum das Römische Reich thematisiert und das Lippische Landesmuseum den Mythos der Varusschlacht in den Mittelpunkt rückt, beschäftigt sich das Museum in Kalkriese mit den Konflikten zwischen Germanen und Römern. Mehrere tausend archäologische Exponate aus ganz Europa sind für die Schau zusammengetragen worden. Zum Teil waren die Stücke noch nie in Deutschland zu sehen.

In Haltern ist eine Armee aus 15.000 knapp sieben Zentimeter großen Plastik-Legionären aufgebaut, die in der Ausstellung die drei zum Untergang verdammten Legionen des römischen Feldherren Varus darstellen sollen. Die Plastik-Armee zieht sich auf einer Länge von 220 Metern durch das Museum.

Die Welt des Centurio Caelius

Ein Feld, das den zentralen Bereich der antiken Schlacht zeigen soll (Foto: dpa)

Hier soll die antike Schlacht getobt haben

Glanzstück einer Archäologie-Ausstellung im Römermuseum von Xanten (bis 30.8.) ist ein Gedenkstein. Er gehörte zu einem von gut 20.000 Toten der Varusschlacht: dem römischen Offizier Marcus Caelius. Sein Bruder hatte ihn dem in Germanien Verschollenen gesetzt. Die Ausstellung will die Welt des Centurio Caelius, des Führers einer Hundertschaft, mit Funden aus dem Rheinland, mit Waffen, Götterbildern und Ausrüstungsteilen der verschollenen Legionen lebendig machen. Das Denkmal für den aus Bologna stammenden und mit vielen Orden dekorierten Legions-Offizier gilt als eines der frühesten Beispiele römischer Bildhauerkunst nördlich der Alpen. (pg/je/dpa)

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