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Kultur

Schaun 'mer mal!

Endlich ist es soweit: In Japan und Südkorea läuft die Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Die deutsche Mannschaft tritt diesmal nur als Außenseiter an.

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Rudi Völler: Titel noch in Sichtweite?

Drei WM-Titel, drei Vize-Meisterschaften, drei EM-Gewinne und zwei weitere EM-Finalteilnahmen: Keine anderes Land Europas hat eine so umfangreiche Erfolgsbilanz vorzuweisen wie Deutschland. Doch diesmal ist alles anders: Inzwischen verlieren die Deutschen häufiger als ihnen lieb ist und lösen dadurch auch bei der Konkurrenz längst keine Angstzustände mehr aus. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die deutsche Mannschaft bei der WM in Japan und Südkorea erstmals nicht zum Favoritenkreis gehört.

Minimalziele

Fußballweltmeisterschaften 2002 in Südkorea und Japan

WM 2002

Selbst Teamchef Rudi Völler gibt nur das Achtelfinale als Zielsetzung aus. Die Stolpersteine auf dem Weg dahin heißen Saudi-Arabien im Auftaktspiel (1. Juni) sowie anschließend Niederlande-Bezwinger Irland (5. Juni) und Afrika-Meister Kamerun mit dem deutschen Trainer Winfried Schäfer (11. Juni).

Sebastian Deisler auf einer Pressekonferenz in Winden

Nicht dabei: Sebastian Deisler

Sollte das Minimalziel Achtelfinale erreicht werden, kämen in der nächsten Runde aus der Gruppe B Spanien, Slowenien, Paraguay oder Südafrika als Gegner in Frage. Die schwierigste Aufgabe Rudi Völlers besteht darin, nach den Ausfällen der Schlüsselspieler Jens Nowotny, Mehmet Scholl und Sebastian Deisler eine schlagkräftige Formation zu finden.

Wer soll die Tore schießen?

Oliver Bierhoff

Oliver Bierhoff

Die größten Sorgen bereitet dem ehemalige Weltklassestürmer dabei der Angriff, in dem ein zuverlässiger Tor-Garant fehlt. Ex-Kapitän Bierhoff, der mit Abstand erfolgreichste Torschütze unter allen aktiven deutschen Nationalspielern, hat seinen Zenit offenbar überschritten und seinen Stammplatz eingebüßt. Als größter Hoffnungsträger gilt noch der junge, international allerdings unerfahrene Miroslav Klose vom 1. FC Kaiserslautern.

Trotz der aktuellen Probleme im Angriff verzichtet Teamchef Völler auf den erfolgreichsten deutschen Angreifer. Völler hat Martin Max von 1860 München, mit 18 Treffern Torschützen-König der Bundesliga, nicht in sein 23-köpfiges WM-Aufgebot berufen. Den Vorzug vor dem Profi von 1860 München erhielt Carsten Jancker von Bayern München, der in der abgelaufenen Bundesliga-Saison nicht ein einziges Tor erzielen konnte.

Kämpfen reicht nicht mehr

Ein weiteres schwerwiegendes Problem tut sich unter den Abwehrspielern auf. Auch wenn sie ihre klassischen Aufgaben wie Zweikämpfe und Kopfbälle gut lösen, fehlt ihnen eine Fähigkeit, die im modernen Fußball unverzichtbar ist. Die deutschen Verteidiger offenbaren gravierende Schwächen im Spielaufbau, insbesondere wenn sie frühzeitig unter Druck gesetzt werden.

Oliver Kahn

Der einzige Star: Oliver Kahn

Einziger Spieler von Weltruf ist der neue Kapitän und Torhüter Oliver Kahn von Bayern München. Doch auch Mittelfeldspieler Michael Ballack traut Völler nach einer sehr guten Saison bei Bayer Leverkusen eine Hauptrolle bei seiner ersten WM-Teilnahme zu.

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