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Reise

Schaufeln wie die Weltmeister

Kurse im Sandschnitzen für Erwachsene und eine Sandfigurenwelt für Kinder, in der sie hemmungslos herum buddeln können - das sind nur zwei Aspekte des bevorstehenden Sandskulpturen-Festivals in Lübeck-Travemünde.

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Werke aus dem Jahr 2002

Buddha und Ali Baba sitzen einander beim Schachspiel gegenüber, Lara Croft bestaunt die Maya-Tempel und ein paar Meter weiter wird gerade das Rad erfunden. Alle Wunder dieser Welt sollen im Sommer 2003 neun Wochen lang auf dem Priwall in Lübeck-Travemünde (Schleswig-Holstein) zu sehen sein, komplett aus Sand gebaut. Mit der Ankunft des Spezialsandes haben bereits die Vorbereitungen für das zweite Deutsche Sandskulpturen-Festival begonnen. Eröffnung ist am 11. Juli.

Sand aus der Maas

Rund 8500 Tonnen Sand werden die Skulpturenbauer in den nächsten vier Wochen brauchen. Etwa 3500 Tonnen davon sind Spezialsand aus der Maas, der mit Binnenschiffen aus den Niederlanden bis an den Strand der Ostsee transportiert wird. "Dieser Flusssand hat eine andere Struktur als der Strandsand. Die Körner vom Flussgrund sind eckig, deshalb lassen sie sich besser zusammenpressen", sagt der Chef der holländischen Firma "Inaxi", Eppo Vogel.

Themenschwerpunkt Erde

Im Jahr 2002 schufen Vogel und seine 75 Skulpteure die Welt der Hanse am Strand auf der Halbinsel Priwall und lockten damit fast 200.000 Besucher an. Diesmal werden sich um einen zentralen Platz mit einem Globus in der Mitte die fünf Erdteile mit den für sie typischen Wundern gruppieren. Für Kinder wird es eine Themenwelt mit Szenen aus "Alice im Wunderland" geben. Hier können sie selbst Figuren aus Sand gestalten, auch für Erwachsene wird es Kurse im Sandschnitzen geben.

Nur aus Sand und Wasser

Doch bevor es so weit ist, muss die Vorarbeit geleistet werden. In Holzformen wird der Sand zu bis zu elf Meter hohen Pyramiden aufgetürmt und verdichtet. In 2 Wochen, wenn er trocken und fest geworden ist, können die Carver (ursprünglich kalifornischer Name für Skulpturenbauer) ihn mit Schaufeln, Messern und sogar Strohhalmen bearbeiten. "Geschummelt wird nicht", verspricht Vogel. "Die Figuren sind aus nix als Sand und Wasser". (dpa)

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