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Ostmitteleuropa

Schattenwirtschaft in Polen nimmt zu

- Milliardenbeträge gehen an der Staatskasse vorbei

Warschau, 18.03.2002, PRAWO i GOSPODARKA, poln.

Nach Schätzungen des Hauptamtes für Statistik (GUS) wurden etwa 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im letzten Jahr in der Schattenwirtschaft erarbeitet. Das bedeutet, dass sich der Gesamtwert der Grauzone der Wirtschaft auf über 108 Milliarden Zloty (etwa 30 Milliarden Euro) beläuft. Das gesamte polnische Bruttoinlandsprodukt, das durch die legalen Unternehmen erarbeitet wurde, belief sich auf 722,3 Milliarden Zloty (etwa 200,638 Milliarden Euro).

In der Staatskasse fehlen Steuerzahlungen in mehrstelliger Höhe. Für dieses Jahr werden jedoch noch größere Verluste erwartet, da vorauszusehen ist, dass sich die Grauzone angesichts der rapide steigenden Arbeitslosigkeit noch mehr vergrößern wird.

Aus den neusten und detaillierten Untersuchungen des Hauptamtes für Statistik über die Schwarzarbeit geht hervor, dass 1998 1,4 Millionen Menschen gearbeitet haben, ohne die entsprechenden Steuern abzuführen. Damals betrug die Zahl der Arbeitslosen 1,8 Millionen. Heute sind aber bereits 3,2 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Darüber hinaus ist es auch wahrscheinlich, dass sich die Zahl der Beschäftigten in der Schattenwirtschaft wesentlich erhöht hat, zumal dort nicht nur die Arbeitslosen beschäftigt werden. Über die Hälfte der Beschäftigten in der Grauzone der Wirtschaft gibt nämlich an, dass diese Arbeit für sie ein Nebenjob ist. (Sta)

  • Datum 18.03.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/20Zi
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