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Nahost

Scharon bedauert ausgebliebene "Liquidierung" Arafats

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat in einem Zeitungsinterview Bedauern darüber geäußert, dass Israel den Palästinenserführer Jassir Arafat nicht während des Libanonkrieges in Beirut getötet habe.

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Israels Premierminister Ariel Scharon und Palästinenserführer Jassir Arafat

Israel hätte nach Meinung von Regierungschef Ariel Scharon den PLO-Vorsitzenden Jassir Arafat bei der Invasion im Libanon vor 20 Jahren töten sollen. "Grundsätzlich tut es mir leid, dass wir ihn nicht liquidiert haben", sagte Scharon in einem Interview der Tageszeitung "Maariv", das in Auszügen veröffentlicht wurde. Arafats Berater Nabil Abu Rdeneh reagierte empört und bezeichnete die Worte Scharons als Provokation.

Scharon sagte in dem Interview, das in vollem Umfang am Freitag (1. Februar 2002) veröffentlicht werden soll, es habe damals die Vereinbarung gegeben, Arafat bei der Vertreibung der Palästinensischen Befreiungsorganisation aus Libanon am Leben zu lassen. Scharon war 1982 als Verteidigungsminister für die israelische Invasion in Libanon verantwortlich.

Scharon hat den Ton gegen den Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde in jüngster Zeit zunehmend verschärft. Seit mehreren Wochen steht Arafat in Ramallah im Westjordanland faktisch unter Hausarrest. Erst wenn Arafat alle von ihm verlangten Schritte unternehme, werde er wieder als Partner im Friedensprozess anerkannt, sagte Scharon im "Maariv"-Interview. (pg)

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