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Fußball

Schalke verspielt Königsklasse

Die Champions-League-Plätze rücken für Schalke 04 in weite Ferne. Gegen Augsburg müssen sich die Königsblauen mit einem Unentschieden zufrieden geben. Im zweiten Spiel gewinnt Hertha das Abstiegsduell gegen Paderborn.

Schalke 04 kann das erklärte Saisonziel Champions League fast schon abschreiben. Nach dem enttäuschenden 0:0 beim FC Augsburg hat der Tabellenfünfte nun schon acht Punkte Rückstand auf Platz vier, der noch zur Qualifikation für die Königsklasse berechtigt. "Wir sind enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben", sagte Trainer Roberto Di Matteo. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und viele Chancen gehabt. Wir haben das Spiel ganz gut kontrolliert, aber uns hat das Tor gefehlt."

Die rund 30.000 Zuschauer im ausverkauften Augsburger Stadion hatten bereits vor dem Anpfiff am Ostersonntag den meisten Grund zum Jubel: FCA-Präsident Klaus Hofmann gab die vorzeitigen Vertragsverlängerungen mit Manager Stefan Reuter (bis 2020) und Trainer Markus Weinzierl (bis 2019) bekannt. Das Erfolgs-Duo bleibt jeweils zwei weitere Jahre.

Viele Fouls, wenig Spielfluss

Beide Teams gehen robust und engagiert zu Werke. (Foto: AFP)

Beide Teams gehen robust und engagiert zu Werke

Beide Teams versteckten sich nicht und suchten ihr Glück zunächst in der Offensive. Nach einigen Warnschüssen aus der zweiten Reihe hatte Joel Matip die erste gute Gelegenheit für Schalke 04. Der Verteidiger köpfte den Ball nach einer Ecke nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Augsburg zog sich zurück und überließ den Gästen das Feld, war aber stets mit schnellen Konterangriffen gefährlich. Nach knapp 20 Minuten herrschte nach einem Freistoß großes Durcheinander im Strafraum von S04-Keeper Ralf Fährmann. Doch weder Raul Bobadilla noch Ragnar Klavan konnten die Führung für die Hausherren erzielen. Die Königsblauen wurden im weiteren Verlauf etwas stärker. Die Versuche von Marco Höger und Dennis Aogo landeten aber nicht im Augsburger Tor. Gegen Ende der ersten Halbzeit verhinderten viele kleine Fouls richtigen Spielfluss, klare Torchancen waren Fehlanzeige.

Im zweiten Durchgang durfte Offensivmann Jefferson Farfan für Christian Fuchs in die Partie. Der Wechsel zeigte Wirkung, das Team von Trainer Di Matteo wurde mutiger. Zunächst verfehlte Farfan eine Flanke von Tranquillo Barnetta nur knapp, dann zielte Klaas-Jan Huntelaar nicht genau genug. Die Gastgeber kamen unterdessen nur über Standartsituationen zum Torabschluss: ein Freistoß aus 18 Metern von Bobadilla segelte über das linke Toreck. Die Partie verlagerte sich in der Folge ins Mittelfeld, Tore fielen nicht. Schalke hat in diesem Jahr in der Bundesliga auswärts noch nicht gewonnen und aus den vergangenen sieben Partien im Oberhaus nur fünf Punkte geholt.

Wichtiger Sieg für Hertha

Großer Jubel bei den Spielern von Hertha BSC. Stocker (r.) erzielt die wichtige Führung für die Berliner. (Foto: Getty)

Großer Jubel bei den Spielern von Hertha BSC. Stocker (r.) erzielt die wichtige Führung für die Berliner

Hertha BSC sicherte sich einen wichtigen 2:0 (0:0)-Erfolg im Abstiegsduell mit dem SC Paderborn. Die Führung erzielte Valentin Stocker in der zweiten Halbzeit (68. Minute), ehe Nico Schulz kurz vor dem Ende für die Entscheidung sorgte (88.). Die Berliner verschafften sich durch den Erfolg ein wenig Luft im Kampf gegen den Abstieg. Paderborn dagegen bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz und muss weiter um den Klassenerhalt zittern.

Pekarik mit der Führung

Viel Kampf und viel Krampf. Die Partie zwischen Hertha BSC und Paderborn entwickelte sich von Beginn an zu einer echten Herausforderung für die gut 44.000 Zuschauer im Olympiastadion. Die erste Torchance des Spiels überhaupt hatten die Gastgeber in der 36. Minute: Marvin Plattenhardt flankte scharf in den Paderborner Strafraum, doch Peter Pekarik konnte den Ball nur noch neben das Tor köpfen. Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild zunächst nicht. Erst ein Freistoß der Hertha sorgte für Gefahr. Plattenhardt zimmerte das Leder auf das Tor der Gäste, SCP-Torwart Lukas Kruse konnte den Ball gerade noch an die Latte lenken. Stocker reagierte am schnellsten und versenkte den Abpraller im Netz zum 1:0.

Im direkten Gegenzug wäre Mario Vrancic beinahe der Ausgleich gelungen. Sein Schuss wehrte Herthas Schlussmann Thomas Kraft allerdings etwas glücklich mit dem Kopf ab. In der 77. Minute dann wieder die Hertha: Salomon Kalou schlenzte den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz vor dem Schluss vertändelte Genki Haraguchi einen gut gespielten Konterangriff der Gastgeber. Besser machte es Schulz, der wenige Momente später das entscheidende 2:0 erzielen konnte.

Interesse am Spielverlauf? Hier können Sie den Verlauf der Spiele noch einmal nachlesen:

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