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Bundesliga

Schalke trennt sich von Trainer Weinzierl

Nach nur einer Saison trennt sich der FC Schalke 04 von Trainer Markus Weinzierl. Sein Nachfolger ist erst 31 Jahre alt, kommt aus der 2. Bundesliga und erhält einen Zweijahresvertrag bei den Knappen.

Schalke-Sportdirektor Christian Heidel und Noch-Trainer Markus Weinzierl. Foto: dpa-pa

Schalke-Sportdirektor Christian Heidel (l.) und Noch-Trainer Markus Weinzierl

Schalke 04 hat sich von Trainer Markus Weinzierl getrennt. Der 42-Jährige muss nach nur einem Jahr bei den Königsblauen bereits wieder gehen, das bestätigte der Klub am Freitagnachmittag. Nachfolger wird Domenico Tedesco vom Zweitligisten Erzgebirge Aue. Der 31-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag bei den Königsblauen. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hatte nach dem enttäuschenden zehnten Tabellenplatz harsche Kritik an seinem Wunschtrainer Weinzierl geäußert und ein klares Spielsystem vermisst. Allerdings sah es zunächst so aus, als wollte er weiter mit dem früheren Augsburger zusammenarbeiten. 

Tedesco hat erst elf Zweitligaspiele als Cheftrainer absolviert. Er übernahm Anfang März in Aue und rettete den Klub vor dem Abstieg. Tedescos Vertrag in Aue lief noch bis 2018. Der Deutsch-Italiener, der zuvor als Junioren-Coach bei 1899 Hoffenheim und dem VfB Stuttgart tätig war, gilt in der Branche als herausragendes Trainertalent und legte die Prüfung zum Fußball-Lehrer gemeinsam mit Hoffenheims-Coach Julian Nagelsmann und Bremens Alexander Nouri als Jahrgangsbester mit der Note 1,0 ab.

Trainer Domenico Tedesco. Foto: dpa-pa

Domenico Tedesco

Gerade aus dem Familienurlaub in Florida zurückgekehrt, hatte Heidel laut Medienberichten am Freitagmorgen den von ihm im vorigen Sommer aus Augsburg verpflichteten Weinzierl über seine bevorstehende Beurlaubung informiert. Anschließend beriet Schalkes Aussichtsrat über die Verpflichtung Tedescos. Heidel, selbst erst seit Sommer 2016 bei den Schalkern, war mit der sportlichen Entwicklung des Teams in den vergangenen zehn Monaten unzufrieden. "Die Entwicklung hat überall stattgefunden. Nur nicht da, wo sie sollte. Auf dem Spielfeld hat es nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir müssen sehr viel mehr Wert auf das Spielkonzept legen", hatte Heidel am 22. Mai gesagt, zwei Tage nach dem Saisonende.

Schalke hatte die erste Saison unter Weinzierl auf Tabellenrang zehn beendet und damit erstmals seit sieben Jahren einen Europapokal-Startplatz verpasst. In der Europa League waren die Königsblauen im Viertelfinale am späteren Finalisten Ajax Amsterdam gescheitert. 

sn/asz (dpa, sid)

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