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DFB-Pokal

Schalke mit Mühe bei Tedesco-Premiere

Viertligist BFC Dynamo ärgert den FC Schalke 04, der bei der Premiere des neuen Trainers Domenico Tedesco erst in der letzten Viertelstunde überzeugt. Die letzte DFB-Pokalpartie wird von Pyro-Randalen überschattet.

Er ist die Nummer 67 - in der Rangfolge der Trainer beim FC Schalke 04. Die Frage ist: Bleibt Domenico Tedesco nur eine Nummer unter vielen oder macht er sich beim Traditionsverein einen Namen? Bei seinem Pflichtspiel-Debüt in der 1. Runde des DFB-Pokals gelang dem 32-Jährigen mit dem 2:0 (0:0)-Erfolg ein erwarteter Sieg - beim Viertligisten BFC Dynamo aus Berlin wäre alles andere jedoch auch eine Überraschung gewesen.

So wie die Absetzung von Kapitän Benedikt Höwedes, die Tedesco vor zwei Tagen bekannt gab. Der Nationalspieler, der seit 16 Jahren für den FC Schalke spielt und die letzten sechs Jahre als Spielführer fungierte, musste die Kapitänsbinde an Torwart Ralf Fährmann abgeben. Und beim ersten Punktspiel für Schalke auch gleich mal zu Hause bleiben - wegen Trainingsrückstand. Und noch ein routinierter Abwehrspieler fiel aus: Naldo. Benjamin Stambouli und Thilo Kehrer ersetzten die beiden Confed-Cup-Sieger Leon Goretzka schonte Tedesco vorerst, für ihn brachte er den erst 18-jährigen Weston McKennie.

Der DDR-Rekordmeister ohne Respekt vor Schalke

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet bestimmten anfangs die Partie in der deutschen Hauptstadt, aber die Dominanz hielt nicht lange an. Dynamo, mit zehn Titeln Rekordmeister der DDR, spielte ohne Respekt vor dem großen Favoriten gut mit. Die Chancen hatte zunächst aber nur Schalke. Doch der ging viel zu schludrig mit seinen Tormöglichkeiten um, so dass der Berliner Klub sich immer mehr zutraute. Ernsthaft eingreifen musste Fährmann aber in den 45 Minuten nicht.

"Mentalität schlägt Qualität" hatte Tedesco noch kurz vor dem Spiel gesagt und die richtige Einstellung in diesem DFB-Pokalspiel gefordert. Doch die fehlten seinem Team nach der Pause weiterhin. So lag den Dynamo-Fans in der 51. Minute schon der Torschrei auf den Lippen, als David Al-Azzawe nach einem Freistoß wuchtig aufs Tor köpfte - aber Fährmann parierte stark. Auf der anderen Seite hatte Goretzka, den Tedesco kurz zuvor für McKennie eingewechselt hatte, die große Chance zur Führung: Aus acht Metern schoss er aufs Tor, aber Dynamo-Torhüter Bernhard Hendle lenkte den Ball noch gerade so eben an die Querlatte (58. Minute).

Konopljanka heißt der Siegtorschütze

Auch wenn drei Ligen Klassenunterschied hier nicht auszumachen waren, übernahm Schalke doch langsam wieder das Spielgeschehen, die Chancen mehrten sich - nur ein Tor gab es nicht. Musste der fünfmalige Pokalsieger, der zuletzt vor sechs Jahren den DFB-Pokal gewann, hier etwa in die Verlängerung? Nein. Letztlich war es ein ruhiger, schön gespielter Spielzug, der Schalke die Führung brachte. Goretzka steckte für Jewhen Konopljanka durch, der aus rund 15 Metern den Ball flach am Hendle vorbei ins Tor (78.) zum 1:0 einschob. Danach spielten die Gelsenkirchener ihr Spiel und die Zeit souverän runter. Konopljanka gelang in der Nachspielzeit sogar noch der Doppelpack (90.+1).

Coach Tedesco kann nach dem Pokalerfolg nun also in Ruhe den Bundesligasaisonstart angehen - am kommenden Samstag muss sein Team gegen RB Leipzig ran. Gegen den Vizemeister muss sein Team sich jedoch deutlich steigern. Am Ende der Saison sollte mindestens ein Europa-League-Platz herauskommen. Sonst bleibt Tedesco wohl nur eine Nummer unter vielen beim FC Schalke 04.

Deutschland DFB-Pokal - Hansa Rostock vs. Hertha Berlin (Reuters/H. Hanschke)

Die hässliche Fratze des Fußballs

Auch im letzten Spiel der 1. Runde siegte der Bundesligist mit 2:0 (0:0). Dabei wurde das Spiel zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC gleich zweimal unterbrochen. Anhänger beider Mannschaften zündelten Bengalos, warfen Böller und verbrannten Fahnen. Die Tore für Hertha erzielten Mitchell Weise (86.) und Veda Ibiscevic (90.+2.)

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