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Europa League

Schalke Gruppensieger, Mainz enttäuscht

Schalke schafft gegen Krasnodar einen souveränen Sieg. Ein Doppelschlag legt den Grundstein für das Erreichen der nächsten Runde. Ein Überwintern des FSV Mainz 05 in der Europa League wird immer unwahrscheinlicher.

Trotz des Ausfalls von vier Offensivspielern hat der FC Schalke 04 den vierten Sieg in der Europa League geschafft und damit das Weiterkommen bereits vorzeitig perfekt gemacht. Die Königsblauen gewannen gegen den FK Krasnodar mit 2:0 (2:0). Junior Caicara (25. Minute) und Nabil Bentaleb (28.) schossen vor etwas mehr als 42.000 Zuschauern in der Arena auf Schalke den Sieg heraus und sicherten sich und ihrem Klub den Sieg in Gruppe I. In den abschließenden Partien der Vorrunde gegen OGC Nizza am 24. November und zwei Wochen später bei RB Salzburg können die Schalker damit Kräfte schonen für die Bundesliga.

"Wir wollen den Sack zumachen", hatte Manager Christian Heidel gefordert. Gesagt, getan: Abgeklärt nutzten die Schalker in der ersten Halbzeit ihre wenigen Chancen, obwohl ihnen nahezu die gesamte Offensive weggebrochen war. Neben den Langzeitverletzten Breel Embolo (Sprunggelenkbruch) und Klaas-Jan Huntelaar (Außenbandanriss im Knie) waren schließlich auch Max Meyer (Bänderriss im Sprunggelenk) und Franco Di Santo (Bauchmuskelzerrung) ausgefallen. Stattdessen übernahm Außenverteidiger Caicara das Toreschießen, der im 37. Pflichtspiel für die Schalker sein erstes Tor erzielte. Nach einer Kopfball-Vorlage von Eric-Maxim Choupo-Moting war der Brasilianer aus kurzer Entfernung zur Stelle. Krasnodar hatte sich von dem Rückstand noch gar nicht erholt, da erhöhte Bentaleb bereits auf 2:0.

UEFA Europa League | FC Schalke 04 vs FC Krasnodar (picture-alliance/AP Photo/F. Gentsch)

Nabil Bentaleb erhöhte mit seinem Tor kurz nach der Führung auf 2:0 für Schalke

So eindeutig wie das Ergebnis war der Spielverlauf im ersten Durchgang keineswegs. Die Gastgeber begannen verhalten, Krasnodar übernahm zunächst sogar die Initiative und hatte auch die besseren Möglichkeiten. Doch Torwart Ralf Fährmann hielt den Schalker Kasten sauber. Im zweiten Durchgang verwalteten die Gastgeber die Führung geschickt. Schalke-Trainer Markus Weinzierl nutzte mit Blick auf das Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag frühzeitig die Möglichkeit, Leistungsträger wie Torschütze Bentaleb oder Abdul Rahman Baba zu schonen. Auf dem Rasen passierte nach dem Seitenwechsel nicht mehr viel. Ein Freistoß von Naldo sorgte noch einmal für Gefahr (74.). Die Angriffe der Russen verpufften an der Strafraumgrenze.

Mainz wird von Anderlecht deklassiert

Anders als Schalke droht dem FSV Mainz 05 nach haarsträubenden Fehlern in der Gruppenphase der Europa League das Aus. Die Mainzer kassierten beim belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht eine peinliche 1:6 (1:2)-Niederlage und stehen nun unter gehörigem Erfolgsdruck in den ausstehenden beiden Gruppenspielen. Schon eine Niederlage in der nächsten Partie beim französischen Klub AS St. Etienne am 24. November würde das Ende der Europacup-Träume bedeuten. Ärgerlich zudem: Beim Großteil der Gegentore, die Nicolae Stanciu (9. und 41. Minute), Youri Tielemans (62.), Lukasz Teodorczyk (89. und 90.+4 per Handelfmeter) sowie Massimo Bruno (90.+2) erzielten, leisteten die Mainzer kräftig Schützenhilfe. Erst ließ sich Torhüter Jonas Lössl bei einer verunglückten Flanke Stancius überraschen, so dass der Ball im kurzen Eck einschlug. Dann unterlief Suat Serdar vor dem zweiten Tor Stancius ein kapitaler Fehlpass.

Fußball Europa League FSV Mainz 05 - RSC Anderlecht (Imago/J. Huebner)

Der Mainzer Keeper Jonas Lössl greift vor dem 0:1 durch Nicolae Stanciu ins Leere und lässt den Ball passieren

Beim dritten Treffer kam es zu einer Slapstick-Einlage von Leon Balogun und Giulio Donati, die den Ball direkt in die Füße des Torschützen Tielemans spielten. Am Ende des Spiels fielen die Mainzer dann regelrecht auseinander und kassierten nach der 89.Minute noch drei Gegentreffer: Beim Kopfball von Teodorczyk 4:1 und dem Tor von Bruno zum 5:1 war die Mainzer Hintermannschaft ebenfalls nicht auf der Höhe. Der Handelfmeter zum Schluss rundete das miserable Bild ab. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Pablo de Blasis (15.) erzielt, der Anfang der Woche noch Vater geworden war.

"Das war die höchste und schlimmste Niederlage, seit ich Trainer in Mainz bin. Nach dem 1:4 hat es uns das Spiel total zerschossen", sagte 05-Trainer Martin Schmidt anschließend. "Das war eine Katastrophe und darf uns nicht passieren." Sportdirektor Rouven Schröder ergänzte: "Wir haben heute sehr viel Lehrgeld bezahlt. Jetzt gilt es, die Fehler klar anzusprechen und dann einen Strich drunter zu machen."

Im Parallelspiel der Gruppe C gewann St. Etienne mit 2:1 (1:1) bei FK Qäbälä. In der Tabelle führt Anderlecht vor St. Etienne, beide haben acht Punkte. Mainz hat fünf Zähler, Qäbälä ist weiter punktlos.

Fünf Treffer von Arduriz gegen Genk

UEFA Europa League Athletic Bilbao vs KRC Genk Aritz Aduriz feiert (picture alliance/AP Photo/A. Barrientos)

Bilbaos Arduriz ist mit fünf Toren Mann des Abends

Einen ganz besonderen Abend erlebte Aritz Arduriz, Stürmer von Athletic Bilbao, beim Spiel gegen den KRC Genk. Beim 5:3 (3:1)-Sieg gegen die Belgier erzielte Arduriz alle fünf Treffer seiner Mannschaft, drei davon per Foulelfmeter. Es war der erste Fünferpack seit Gründung der Europa League im Jahr 2009. Weiter nicht rund läuft es dagegen für Manchester United und Jose Mourinho. In Istanbul unterlagen die "Red Devils" Fenerbahce verdient mit 1:2 (0:1). Durch die Pleite rutschte United in Gruppe A auf Rang drei hinter Feyenoord Rotterdam und Fenerbahce ab.

Als erste Mannschaft für die K.o.-Runde der letzten 32 Mannschaften hatte sich Zenit St. Petersburg qualifiziert. Der UEFA-Pokalsieger von 2008 ist nach einem 2:1 (1:0) gegen die Schotten des FC Dundalk nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in Gruppe D zu verdrängen. Auch Ajax Amsterdam zog durch das 3:2 (1:0) gegen Celta de Vigo in der Gruppe G in die Zwischenrunde ein, ebenso Schachtjor Donezk. Das Team aus der Ukraine kam bei KAA Gent zu einem 5:3 (3:1) und steht zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde als Sieger der Gruppe H fest. 

Hier gibt es den Liveticker noch einmal zum Nachlesen:

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