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Fußball

Schalke gewohnt effizient

Schalke quält sich am 22. Spieltag zum Sieg. Auch Bayer und Bayern gewinnen. Van Nistelrooy trifft beim Bundesliga-Debüt gleich zweimal. Frankfurt gewinnt durch ein Tor in der Nachspielzeit. Bremen blamiert Hannover.

Schalkes Joel Matip köpft den Ball unhaltbar für Kölns Torwart Mondragon ins Tor. (Foto: AP)

Torschütze Matip

Ein müder Kick. Schalke und Köln geizten mit allem, was ein gutes Fußballspiel ausmacht. Aus einer gesicherten Defensive warteten beide Mannschaften darauf, dass der Gegner einen Fehler machte. Köln machte zwei: Kurz vor dem Abpfiff der ersten Halbzeit und zehn Minuten vor dem Ende der Partie. Schalkes Effizienz, das wurde heute beim 2:0 (1:0)-Erfolg wieder deutlich, ist meisterlich. "Die Spieler und auch das Publikum müssen in dieser Saison Geduld haben. Wir müssen uns den Fußball erarbeiten, weil wir nicht das spielerische Potential haben", meinte Schalkes Coach Felix Magath. Schalke behält damit den Drei-Punkte-Abstand zu den beiden Spitzenreitern Bayer Leverkusen und Bayern München bei. Köln muss nach drei Liga-Spielen in Folge erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen.

Im zweiten Sonntagsspiel gelang dem Frankfurter Halil Altintop in der Nachspielzeit der 2:1 (1:1)-Siegtreffer gegen Freiburg. Für Altintop war es der erste Saisontreffer und das erste Tor für seinen neuen Arbeitgeber. Frankfurt weiterhin auf einem tollen siebten Platz, Freiburg als Fünfzehnter weiter mit großen Abstiegssorgen.

Nistelrooy kam, sah und traf

Kam, sah und traf: Nistelrooy. (apn Photo/Daniel Maurer)

Kam, sah und traf: Nistelrooy

Ein sensationelles Bundesliga-Debüt legte am Samstag Ruud van Nistelrooy hin. Dabei hatte der Neu-Hamburger in Stuttgart nur einen Kurzauftritt. In der 65. Minute wurde "van the man" eingewechselt. Nur zehn Minuten brauchte er, bis er sein erstes Bundesliga-Tor machte. Weitere eineinhalb Minuten, um sein zweites zu schießen. Der 3:1(0:1)-Auswärtserfolg des HSV – hauptsächlich van Nistelrooys Verdienst. Hamburg bleibt Tabellenvierter. Stuttgarts Höhenflug mit sieben Spielen ohne Niederlage ist beendet, der VfB bleibt auf Rang zehn.

Gleich doppelten Grund zur Freude hatte Jupp Heynckes. Zum einen gewannen seine Leverkusener 2:1 (0:0) gegen Titelverteidiger Wolfsburg. Zum anderen blieb der Coach in der 28. Partie in Serie ohne Niederlage – persönlicher Rekord. Doch Heynckes interessierte nur die Leistung seiner Mannschaft und damit war der Coach nicht hundertprozentig zufrieden: "Wir haben heute gegen den amtierenden deutschen Meister gespielt, der wieder im Aufwind ist und da hatten wir große Schwierigkeiten unser Spiel durchzubringen." Leverkusen bleibt weiterhin Tabellenführer. Allerdings spürte die Werkself den Atem von Verfolger Bayern München im Nacken.

Die Bayern lassen sich nicht beirren

Torschütze Gomez (m.) wird von Robben (l.) und Müller gefeiert. (Foto: AP)

Robben, Gomez und Müller (v.l.) feiern das Tor zum 3:1

Denn auch der deutsche Rekordmeister hat dreifach gepunktet. Im späten Samstagsspiel gewann der FCB gegen Borussia Dortmund mit 3:1 (1:1). Damit haben die Bayern, so wie Leverkusen insgesamt 48 Punkte. Allerdings haben sie bisher zwei Tore weniger geschossen, daher auch nur Platz zwei. Das stört Bayern-Trainer Louis van Gaal aber nicht. "Ich bin heute sehr froh. Wir mussten uns diesen Sieg erarbeiten und das war nicht einfach", sagte der Niederländer.

Auf Siege hofften die Mannschaften im Tabellenkeller dagegen vergeblich. Bei Hertha BSC machten sich bereits Frust und Ratlosigkeit breit. Das Schlusslicht hatte beim 1:1 (0:1) gegen den Mainz wie schon in den zwei torlosen Heimspielen der Rückrunde zuvor den dringend benötigten Sieg verpasst und kann die Planungen für die zweite Liga vorantreiben. "Dieses Unentschieden tut weh und ist umso ärgerlicher, da unsere Tabellennachbarn allesamt verloren haben", sagte Kapitän Arne Friedrich. In der Tat: Mit einem Sieg hätte Hertha den Abstand zu Hannover, das den Relegationsplatz 16 hält, auf drei Punkte verkürzen können. So aber bleibt Berlin mit vier Punkten Rückstand Letzter.

Hannover im freien Fall

Noch schlechter als in Berlin war die Stimmung in Hannover. Nach der höchsten Saisonpleite und der siebten Niederlage in Folge war von Zuversicht im Abstiegskampf nicht mehr viel zu spüren. "Dieses Spiel ist sicher ein neuer Tiefpunkt", erklärte Stürmer Jan Schlaudraff nach der 1:5 (0:4)-Pleite des Teams von Coach Mirko Slomka gegen Werder Bremen. Die erneut indiskutable Leistung offenbarte, dass auch der zweite Trainerwechsel der Saison nach nur drei Wochen völlig wirkungslos verpufft ist.

Dagegen hat der junge Trainer Heiko Herrlich in Bochum für einen erstaunlichen Wandel gesorgt. 2:1 (1:0) gegen Hoffenheim – bereits das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage. Mit dem Abstieg hat der Club aus dem Ruhrgebiet in dieser Saison nichts mehr zu tun. Hoffenheim dagegen, dessen Profi Luiz Gustavo kurz vor Schluss vom Platz flog, wartet nunmehr seit dem 21. November weiter auf einen Erfolg in der Fremde. Bereits am Freitag (12.02.2010) hatte Borussia Mönchengladbach mit einem glücklichen aber verdienten 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg einen wichtigen Schritt in Richtung Liga-Verbleib gemacht. Komplettiert wird der 22. Spieltag mit der Partie Frankfurt - Freiburg.

Autoren: Sarah Faupel / Calle Kops

Redaktion: Andreas Ziemons

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