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Fußball

Schalke gefühlter Ruhrpott-Weltmeister

Schalke siegt zum Auftakt des "Derby-Spieltages" gegen Dortmund nach Rückstand noch mit 2:1 (0:0). Im rheinischen Nachbarschaftsduell erwartet Leverkusen Köln und im Niedersachsen-Derby spielt Hannover gegen Wolfsburg.

Kuranyi gegen Owomoyela im Kopfballduell (Foto: AP)

Derby-Regeln: Es geht hart zur Sache

Das Derby Schalke gegen Dortmund ist kein Spiel. Es ist die gefühlte (Ruhrpotts-)Weltmeisterschaft. Jeder Bewohner des ehemaligen Kohle- und Stahlgebietes hat eine Meinung zum Duell der Duelle – und die ist entweder schwarz-gelb oder königsblau, dazwischen gibt es nichts. Auch die 135. Auflage des Revier-Derbys elektrisierte die Menschen im "Pott": Nach einer torlosen ersten Hälfte zeigte Schiedsrichter Manuel Gräfe auf den Elfmeterpunkt. Der Schalker Ivan Rakitic hatte den BVB-Stürmer Nelson Valdez im Strafraum auf den Fuß getreten. Dortmunds Mittelfeldspieler Nuri Sahin ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:0 (56.). Zehn Minuten später der Ausgleich: Benedikt Höwedes köpfte trotz Bedrängnis sehenswert zum 1:1 (66.) ein.

Valdez (l.) und Bordon (Foto: AP)

Nach torloser erster Hälfte ging zunächst der BVB in Front, doch Schalke drehte das Spiel.

Nach dem Ausgleich spielte Schalke weiter nach vorne, Dortmund geriet unter Druck und machte Fehler. In seinem ersten Derby leistete sich der junge Sven Bender einen kapitalen Schnitzer: Ihm versprang der Ball, Edu spitzelte ihn zu Rakitic, der mit einem präzisen Schuss ins Tor traf (83.). Die Dortmunder reklamierten auf Abseits, doch der Treffer zählte und der BVB verlor die schon gewonnen geglaubte Partie. "Wir haben super gespielt, haben dominiert und dürfen das Spiel einfach nicht verlieren", haderte Neven Subotic, "die Niederlage war unverdient."

Teil eins im Fernduell um die Spitze: Das Rheinderby

Geißbock: Köln kann bei Bayer die Hilfe des Maskottchens brauchen. (Foto: dpa)

Hennes soll Köln in Leverkusen helfen

Mit dem Rheinderby zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln beginnt am Samstag (27.02.2010) die nächste Runde des Kopf-an-Kopf-Rennens um die Tabellenführung. Im Fernduell mit dem FC Bayern München muss diesmal wieder die Werkself vorlegen und gegen den Rivalen von der anderen Rheinseite wird das nicht leicht. Hoch motiviert werden die im Abstiegskampf steckenden Geißböcke beim Spitzenreiter auflaufen. Dessen ist sich auch Bayer-Trainer Jupp Heynckes bewusst und warnt: "Im Derby ist im Grunde genommen alles offen. Eine Formkurve zählt da nicht, sondern es zählt letztendlich das, was auf dem Rasen dann geschieht."

In der Partie Mainz 05 gegen Werder Bremen sollten eigentlich die Gäste in der Favoritenrolle sein, doch der Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Rollen im Moment nicht ganz so klar verteilt sind. Die Hansestädter haben nur drei Punkte mehr auf dem Konto als der Aufsteiger. Und die Mainzer sind im eigenen Stadion eine Macht. In dieser Saison sind die 05`er in elf Heimspielen ungeschlagen geblieben und holten zu Hause neun Punkte mehr als der Europa League-Teilnehmer Werder. Und so hat sich Thomas Tuchel für die Partie auch schon wieder was ausgedacht: "Es wird unsere Aufgabe sein frühzeitig die Zuspiele auf die Offensivspieler von Werder Bremen zu unterbinden, so dass sie möglichst wenig in Ballbesitz kommen."

Optimistisch: Stuttgarts Erfolgs-Coach Christian Gross. (Foto: AP/Daniel Maurer)

Guter Dinge: Stuttgarts Erfolgs-Coach Christian Gross

Der VfB Stuttgart geht mit dem Rückenwind des Unentschiedens gegen den FC Barcelona in das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Und natürlich wollen die Schwaben ihre Erfolgsserie unter Trainer Christian Gross fortsetzen. Mit dem Schweizer erzielte der VfB 20 Treffer in acht Ligapartien und mit 16 Toren die meisten Rückrundentreffer aller Klubs. Den Achtungserfolg im Champions-League-Spiel gegen Barca wollte der Trainer jedenfalls nicht überbewerten: "Wenn man ein positives Resultat holt gegen eine solche Mannschaft, ist die Stimmung gut. Aber mein Team hat danach nicht ausgelassen gefeiert, es hat sich hoch professionell verhalten." In der Vorbereitung sei gegen Frankfurt eine ebenso hohe Konzentration nötig wie gegen Barcelona, betonte Gross.

Eine schwere Aufgabe kommt auf 1899 Hoffenheim im Auswärtsspiel bei Hertha BSC zu. Denn der Tabellenletzte lässt keinen Zweifel daran, dass er alles daran setzen will, die Klasse doch noch zu halten. "Wir wollen natürlich versuchen die positive Bilanz der Rückrunde weiter fortzusetzen und gegen einen starken Gegner aus Hoffenheim hier möglichst den ersten Heimsieg zu erringen", sagte Hertha-Trainer Friedhelm Funkel. Ziel sei und das alleine sei wichtig, nach 34 Spielen nicht auf den letzten beiden Plätzen zu stehen, ergänzte Funkel.

Der SC Freiburg will bei Borussia Mönchengladbach ebenso Punkte gegen den Abstieg holen, wie der 1. FC Nürnberg beim VfL Bochum.

Teil zwei im Fernduell um die Spitze: Das Nord-Süd-Duell

Tabellenspitze im Blick: Bayern-Trainer Louis van Gaal. (Foto: AP/Christof Stache)

Tabellenspitze im Blick: Bayern-Trainer Louis van Gaal

Am Sonntag (28.02.2010) steht dann der zweite Teil im Fernduell um die Tabellenführung auf dem Programm. Im Nord-Süd-Duell gegen den Hamburger SV will der FC Bayern den Abstand zu den führenden Leverkusenern zumindest nicht größer werden lassen. Allerdings gelang den Münchnern in den letzten neun Spielen gegen die Hansestädter nur ein Sieg.

Gegen den Abstieg punkten will Hannover 96 im Niedersachsenderby gegen den VfL Wolfsburg. Doch Mirko Slomka steht als Trainer der 96`er noch gänzlich ohne Punkt da.

Autor: Calle Kops / Joscha Weber

Redaktion: Wolfgang van Kann

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