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Fußball

Schalke folgt Hannover in die K.o.-Runde

Schalke und Hannover haben vorzeitig den Einzug in die Zwischenrunde der Europa League geschafft. Schalke siegte gegen Bukarest, Hannover hatte sich sogar eine Niederlage in Lüttich geleistet.

Schalkes Kyriakos Papadopoulos jubelt nach seinem Treffer. (Foto: Frank Augstein/AP/dapd)

Das Derby-Desater ist ad acta gelegt auf Schalke: Mit einem 2:1 (1:1)-Heimerfolg gegen Steaua Bukarest ist Schalke vier Tage nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund in die Zwischenrunde der Europa League eingezogen. Mit dem Erfolg gegen die Rumänen sicherten sich die "Königsblauen" auch den Gruppensieg. "Vorzeitig in die nächste Runde - das war unser Ziel", freute sich Schalke-Manager Horst Heldt. "Daher sind wir natürlich zufrieden. Im Grunde haben wir verdient gewonnen, wir hätten es uns aber ein bisschen leichter machen können." Kapitän Benedikt Höwedes, der verletzt zuschauen musste, fasste zusammen: "Nach dem Gegentor waren wir etwas verunsichert, aber letztlich sind es drei Punkte, die haben wir erreicht. Wir spielen auch nächstes Jahr international."

"Señor Europapokal" schießt Schalke weiter

Schalkes Raul jubelt nach seinem Treffer zum 2:1. (Foto: Sascha Schuermann/dapd)

Er kann´s auch in der Europa League: Schalkes Goalgetter Raúl nach dem Siegtreffer zum 2:1

Schalkes spanischer Stürmerstar Raúl machte den Einzug in die K.o-Runde perfekt: Durch seinen entscheidenden Abstauber zum 2:1 (57. Minute), seinem allerersten Treffer in der Europa League überhaupt. In der Champions League hat er bisher sagenhafte 71 Tore erzielt. Verteidiger Kyriakos Papadopoulos hatte die Gelsenkirchener mit einem Kopfball nach einer Ecke in Führung gebracht (25.), auch Raúls Tor fiel nach einer Standardsituation (Freistoß). Bukarest hatte kaum Chancen, doch der erste Schuss auf das Schalker Tor fand gleich sein Ziel: Raul Rusescu (33.) traf für den rumänischen Rekordmeister. Schalke siegte knapp, aber verdient, Bukarest hatte kaum etwas entgegenzusetzen.

Zum letzten Gruppenspiel kann der FC Schalke nun völlig entspannt und unbesorgt nach Israel reisen. Dort wartet der Tabellen-Zweite Maccabi Haifa, der mit sechs Punkten die beste Chance auf den Einzug in die nächste Runde hat. Doch auch Bukarest und AEK Larnaca (beide 5 Punkte) haben noch realistische Aussichten auf das Weiterkommen.

Hannover trotz Niederlage vorzeitig weiter

Hannovers Trainer Mirko Slomka gestikuliert unzufrieden an der Außenlinie. (Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dapd)

96-Trainer Slomka konnte sich nicht richtig freuen

Bereits am Mittwoch (30.11.2011) war Hannover in die Zwischenrunde eingezogen - allerdings als Gruppenzweiter. "Wir wollen Erster werden", hatte Hannovers Trainer Mirko Slomka vor der Partie noch selbstbewusst angekündigt. Doch daraus wurde nichts: Hannover 96 hat das entscheidende Spiel um den Gruppensieg bei Standard Lüttich verloren. Der belgische Pokalsieger fuhr den achten Sieg im neunten Heimspiel der Saison ein und schlug den deutschen Bundesligisten verdient mit 2:0 (1:0). Damit steht Lüttich vorzeitig als Gruppensieger fest, der in der K.o.-Runde auf einen vermeintlich leichteren Gegner trifft und das entscheidende Rückspiel im eigenen Stadion austragen kann. Dennoch hatten die 96er Grund zur Freude: Weil das Parallelspiel der Gruppe zwischen dem Tabellen-Letzten Worskla Poltawa und dem FC Kopenhagen unentschieden 1:1 (1:1) endete, kann Hannover nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz verdrängt werden und steht somit in der Zwischenrunde. "Es wird ein bisschen dauern, bis wir uns darüber freuen können", sagte Slomka.

Schwacher Auftritt der Niedersachsen

Lüttichs Spieler Mohammed Meme Tchite jubelt nach seinem Treffer. (Foto: EPA/MICHEL KRAKOWSKI Belgium Out)

Jubeln durften nur die Belgier

Vor 19.000 Zuschauern im Maurice-Defrasne-Stadion hatte die Mannschaft von Mirko Slomka nicht viel zu bieten. Es fehlten Präzision, Übersicht und absoluter Siegeswille. Zudem erarbeiteten sich die Gäste kaum Tormöglichkeiten. Mohammed Tchite (25. Minute) nach einer Ecke und Gohi Bi Cyriac (58.) nach einem Konter erzielten die entscheidenden Treffer für die Belgier und profitierten dabei von individuellen Fehlern. Es war der schwächste Europa-League-Auftritt der Niedersachsen. Dennoch ist das Erreichen der Zwischenrunde in der Europa League der bisher größte internationale Erfolg der Vereinsgeschichte. "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht gut Fußball gespielt", bilanzierte Hannovers Kapitän Steven Cherundolo, der zugab, in der ersten Runde viel gelernt zu haben. "Alles, was jetzt kommt, ist Bonus. Kurz und knapp äußerte sich Klubchef Martin Kind: "Weiterzukommen ist gut, das Spiel heute war nicht gut." Eine Chance vor der Winterpause gibt es noch, den Klubchef wieder zu besänftigen: Am letzten Spieltag der Gruppenphase erwartet Hannover am 15. Dezember die Mannschaft von Worskla Poltawa aus der Ukraine.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Calle Kops

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