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Fußball

Schalke erreicht Viertelfinale

Dank eines Doppelpacks von Jefferson Farfan steht Schalke 04 nach einem 3:1-Sieg gegen Valencia im Viertelfinale der Champions League. Trotz des Erfolgs trennt sich der Club offenbar von Trainer und Manager Felix Magath.

Manuel Neuer faustet den Ball weg AP Photo/Frank Augstein)

Schalke zum zweiten Mal unter den letzten Acht

Foto: Roland Weihrauch dpa/lnw

Schalkes Aufsichtsratschef Tönnies dementierte nicht

Den Aufreger des Tages gab es beim FC Schalke 04 schon Stunden vor dem Anpfiff der Champions-League-Partie gegen den FC Valencia. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist der Aufsichtsrat von Schalke entschlossen, das Engagement von Felix Magath zum Saisonende zu beenden. Magath, der als Trainer, Manager und Vorstandsmitglied die Geschicke der Schalker bestimmt, hat sich wohl zu oft mit den anderen Vereinsverantwortlichen und letztlich auch Teilen der Fans überworfen. Er selbst sagte dazu nichts: "Mit mir hat niemand gesprochen", lautete seine knappe Antwort. Von Seiten des Vereins gab es keine offizielle Stellungnahme, aber Aufsichtsratschef Clemens Tönnies dementierte die Berichte nicht und kündigte für die kommenden Tage eine Erklärung an.

Früher Rückstand gegen Valencia

Die Erklärung dürfte interessant werden: Denn Magath hat mit Schalke nicht nur das Finale des DFB-Pokals erreicht, sondern steht auch im Viertelfinale der Champions League. Das Spiel gegen den FC Valencia bot zwar kein internationales Top-Niveau, dafür aber beste Unterhaltung. Allerdings begann die Partie überhaupt nicht nach dem Geschmack der 51.000 Zuschauer in der Schalker Arena: Nach einer guten Viertelstunde ließ sich der Schalker Joel Matip auf der linken Seite von Mehmet Topal austanzen. Dessen Flanke verwertete Ricardo Costa per Kopf zur Führung für die Gäste. Die kontrollierten danach das Spiel und hatten deutlich mehr Ballbesitz. "Wir waren zu weit weg und haben sie spielen lassen", erklärte Magath diese Schwächephase. Erst eine Standardsituation brachte die Schalker zurück ins Geschäft: Mit seinem sehenswerten Freistoß aus zentraler Position an der Strafraumgrenze ließ Jefferson Farfan dem spanischen Torhüter Vicente Guaita keine Chance. Der Ausgleich kurz vor der Pause stärkte das angeknackste Selbstvertrauen der Königsblauen.

(Foto:Martin Meissner/AP/dapd)

Farfans Freistoßtreffer aus 18 Metern brachte Schalke zurück ins Spiel

Farfan beendet das Nervenspiel

Das war zu Beginn der zweiten 45 Minuten zu spüren. Magaths Elf kam mit mehr Schwung aus der Kabine und setzte Valencias durchaus wackelige Abwehr unter Druck. Ein Fehler von Torhüter Guaita ermöglichte in dieser Phase die Schalker Führung.

Foto: Sascha Schuermann/dapd

Dank Farfan hält Schalkes perfekte Heimserie in dieser Champions League-Saison

Der Schlussmann konnte einen hohen Ball im Strafraum nicht klären, nach Kontakten von Farfan, Mario Gavranovic und beiden Torpfosten trudelte der Ball schließlich zum 2:1 über die Linie. Danach erhöhte Valencia wieder das Tempo und es entwickelte sich ein offenes Spiel. Die Spanier trugen mehrere Konter gefährlich vor das Schalker Tor, die Verteidiger der Königsblauen wirkten oft unsicher. Dagegen war Schlussmann Manuel Neuer wieder eine Bank, er vereitelte die beste Chance der Spanier. Mit einem starken Reflex parierte Neuer einen Schuss von Aritz Aduriz. Auf der Gegenseite scheiterte Schalkes Gavranovic am Pfosten.

Die Fans auf Schalke durchlitten eine hektische Schlussphase. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit wurden sie erlöst. Jefferson Farfan traf nach einem Schalker Konter zum 3:1 (1:1)-Endstand. Trainer Felix Magath jubelte nach dem Schlusspfiff und gab sich ob der Unruhe trotzig: "Ich mache hier meinen Job und werde weiterarbeiten bis 2013." Es sind große Zweifel angebracht, ob das das letzte Wort in dieser Affäre war.

Autor: Jens Krepela
Redaktion: Calle Kops