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Olympia

Schaffelhuber holt auch Super-G-Gold

Zwei Tage nach ihrem Triumph in der Abfahrt gewinnt Anna Schaffelhuber bei den Winter-Paralympics auch Gold im Super-G und holt das dritte deutsche Gold. Tränen gibt es bei einer anderen deutschen Athletin .

Anna Schaffelhuber hat bei den Paralympics von Sotschi ihre

zweite Goldmedaille

gewonnen. Im Rosa Chutor Alpin-Zentrum setzte sie sich im Super-G der Frauen durch und sicherte dem deutschen Team den insgesamt dritten Sieg. Bereits am Samstag (08.03.2014) hatte die 21-Jährige in der Abfahrt gesiegt.

"Es ist sehr warm, die Piste sehr weich - das war die große Herausforderung. Ich habe bei den Schlüsselstellen etwas Tempo herausgenommen", beschrieb Schaffelhuber ihr Erfolgsrezept in Krasnaja Poljana bei frühsommerlichen Bedingungen. "Anna hat alles richtig gemacht, sich auf dieser schweren Piste keinen Fahrfehler geleistet. Sie kann eine ganz Große werden, so toll und souverän wie sie auftritt", sagte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes.

"Das ist ein Highlight"

Medaillenlos, aber höchst zufrieden war Langläufer Tino Uhlig. Als Fünfter über 20 Kilometer übertraf der 37-Jährige seine eigenen Erwartungen mit einem Platz unter den ersten Zehn deutlich. "In dieser Klasse in die Top ten zu laufen, ist ein Topergebnis", befand der Klassik-Spezialist. Vor allem die jubelnden Zuschauermassen auf den Tribünen im Biathlon- und Langlauf-Komplex begeisterten Uhlig.

"Es ist wirklich ein Traum, hier zu laufen. Wenn man hier ins Stadion rein läuft, hört man die Menschenmenge schreien. Das macht richtig, richtig Spaß. Das ist einfach ein Highlight", stellte er fest. Den drei Medaillengewinnern konnte er jedoch nicht folgen: Sieger Ruschan Minnegulov aus Russland sowie der Finne Ilkka Tuomisto und der Russe Wladislaw Lekomtzew als Zweiter und Dritter waren um mehrere Minuten schneller.

Wieder Stürze

Die US-Monoskifahrerinnen Alana Nichols ist nur eine von vielen Athleten, die auf der schweirigen Abfahrtspiste stürzen. (Foto: dpa)

Die US-Monoskifahrerinnen Alana Nichols ist nur eine von vielen Athleten, die auf der Abfahrtspiste stürzen

Überschattet wurde der Wettkampf erneut von

schweren Stürzen:

Die US-Monoskifahrerinnen Alana Nichols und Stephani Victor stürzten und mussten per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Diagnose über die Schwere der Verletzungen der beiden US-Amerikanerinnen gab es zunächst nicht. "Ich habe meine Zweifel, ob die Strecke nicht zu schwer ist", sagte Beucher, schränkte aber ein: "Meine Experten sagen mir, es ist alles okay." Dennoch dürfe sich niemand einen Fahrfehler erlauben, "dann bist du raus und hochgefährdet."

Die weiteren deutschen Teilnehmerinnen Anna-Lena Forster und Andrea Rothfuss waren ebenfalls ausgeschieden. Damit verpasste die deutsche Fahnenträgerin auch in ihrem zweiten Einsatz eine Medaille. "Das ist blöd gelaufen und total schade", sagte Rothfuss völlig frustriert. Im Ziel liefen ihr die Tränen über das Gesicht. Beucher nahm die Athletin im Ziel in den Arm und tröstete: "Das darf ihr, einer so erfahrenen Athletin, eigentlich nicht passieren. Wir müssen sehen, dass wir sie wieder hinkriegen. Sie hat ja noch drei Chancen auf eine Medaille."

Rekord bei Ticketverkauf

Indessen wurde beim Ticketverkauf ein neuer Rekord aufgestellt: Bis zum Montagnachmittag (Ortszeit) waren bereits 292.000 Eintrittskarten verkauft. Damit wurde der bisherige Rekord von den Spielen in Vancouver vor vier Jahren um 62.000 Tickets übertroffen, teilte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) mit. Die Alpinwettbewerbe am Montag waren sogar ausverkauft, wie eine IPC-Sprecherin bestätigte. Am Samstag hätten zudem 45.000 Menschen den Olympiapark in Sotschi sowie 2000 Zuschauer die Medaillenzeremonie in Krasnaja Poljana besucht. Zuvor hatten die ersten Paralympics in Russland mit 547 Teilnehmern aus 45 Ländern zwei Bestwerte erreicht.

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