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USA

Schütze in den USA tötet Inder: "Verschwindet aus meinem Land"

Im US-Bundesstaat Kansas hat ein Mann das Feuer auf Inder eröffnet und einen Mann erschossen. Zwei weitere wurden verletzt. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump nehmen Hassverbrechen in den USA zu.

Der FBI-Ermittler Eric Jackson beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen zu der Tat (picture-alliance/AP Photo/The Kansas City Star/T. Ljungblad)

Der FBI-Ermittler Eric Jackson beantwortet auf einer Pressekonferenz Fragen zu der Tat

Bei einem anscheinend rassistisch motivierten Angriff in einem Vorort von Kansas City ist ein Mann aus Indien erschossen worden. Der 32-Jährige starb im Krankenhaus, ein weiterer Inder und ein 24-jähriger US-Bürger, der den Schützen von der Tat abhalten wollte, wurden verletzt.

Der 51-jährige Täter soll nach Angaben der Lokalzeitung "Kansas City Star" am Mittwoch in einer Bar auf die Männer geschossen und dabei "Raus aus meinem Land!" gerufen haben. Er wurde demnach anschließend in einem Restaurant gefasst, nachdem er erzählt hatte, "zwei Männer aus dem Nahen Osten" getötet zu haben.

Das FBI untersuche noch, ob es sich um ein durch Rassen- oder Ausländerhass motiviertes Verbrechen handle, sagte ein Mitarbeiter der Bundespolizei in Kansas City.

Entsetzen in Indien

In Indien löste der Vorfall Entsetzen aus. Die indischen Zeitungen berichteten darüber in großen Schlagzeilen. Außenministerin Sushma Swaraj schrieb im Kurzmitteilungsdienst Twitter, sie sei "schockiert" und kündigte Unterstützung für die Familie des Getöteten an. Die US-Botschaft in Neu Delhi verurteilte die Tat.

Die Inder arbeiteten als Ingenieure in der Stadt Olathe im Bundesstaat Kansas, wo sich die Tat am Mittwochabend ereignete. Sie lebten dem Zeitungsbericht zufolge seit mehr als zehn Jahren in den USA und waren bei einen Hersteller von Navigationssystemen beschäftigt.

Seit dem Wahlsieg von US-Präsident Donald Trump nehmen die rassistisch oder ausländerfeindlichen Vorfälle in den USA offenbar zu. Die Menschenrechtsorganisation Southern Poverty Law Center hatte in den ersten zehn Tagen nach Trumps Wahlsieg im November insgesamt 867 rassistische Vorfälle registriert. In Trumps Anhängerschaft gibt es Gruppierungen mit rassistischer Ideologie.

stu/rb (afp, dpa)

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