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Fußball

Schürrle-Show in Hannover

Zum Auftakt des 24. Bundesliga-Spieltags schießt Wolfsburgs André Schürrle überforderte Hannoveraner fast im Alleingang ab. Im anderen Dienstagsspiel teilen sich der FC Ingolstadt und der 1. FC Köln die Punkte.

Nach einem kurzen Zwischenhoch der nächste Tiefschlag: Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 verlor zum Auftakt des 24. Spieltags das Nordderby gegen den VfL Wolfsburg klar und deutlich mit 0:4 (0:1). Die Tore für die hoch überlegenen "Wölfe" erzielten André Schürrle mit einem Dreierpack (36., 59., 62. Minute) und Julian Draxler (70.). Damit bleibt Hannover in höchster Abstiegsnot - und für Trainer Thomas Schaaf wird die Luft nach der sechsten Niederlage im siebten Bundesliga-Spiel unter seiner Leitung dünn. Im anderen Dienstagsspiel trennten sich der FC Ingolstadt und der 1. FC Köln leistungsgerecht mit 1:1 (0:1). Für den Aufsteiger traf Lukas Hinterseer (36.), für die Gäste Anthony Modeste (72.). Ingolstadt und Köln bleiben damit Tabellennachbarn auf den Rängen neun und zehn.

Leuchtrakete trifft Reservebank

Bengalos im Wolfsburger Block. Foto: dpa-pa

Bengalos im Wolfsburger Block

Dass das Nordderby in Hannover überhaupt stattfand, war nicht selbstverständlich. Chaoten im Wolfsburger Block zündeten Bengalos. Unmittelbar vor Spielbeginn schlug eine Leuchtrakete unter dem Dach der Hannoveraner Reservebank ein. Zum Glück wurde niemand verletzt. Schiedsrichter Bastian Danckert pfiff an. Über 90 Minuten war das Derby eine einseitige Angelegenheit. Der Tabellen-Achte Wolfsburg machte das Spiel - und André Schürrle demontierte Hannover. Gegen Ende der ersten Halbzeit ließ der Weltmeister Nationaltorwart Ron-Robert Zieler im Kasten des Schlusslichts mit einem platzierten Flachschuss aus sieben Metern ins rechte Eck keine Chance. Draxler hatte ihn freigespielt.

Erster Bundesliga-Dreierpack für Schürrle

Im zweiten Durchgang ließ Schürrle innerhalb von knapp drei Minuten seine Tore zwei und drei folgen. Zunächst war er mit einem Rechtsschuss aus zwölf Metern erfolgreich. Kurz darauf nahm Schürrle den Ball an der Strafraumgrenze mit der Brust an und nagelte den Ball mit links unter die Latte. Für Schürrle war es der erste Dreierpack seiner Bundesliga-Karriere. Die Partie war damit gelaufen. Draxler erhöhte zehn Minuten vor Schluss nach einem Konter auf Zuspiel von Max Kruse auf 4:0. Nach dem vierten Gegentreffer im eigenen Stadion verließen frustrierte Fans von Hannover 96 in Scharen das Stadion. Die Heimschlappe hätte sogar noch deutlich höher ausfallen können. "Ich bin gut drauf seit der Winterpause", sagte der dreifache Torschütze Schürrle. "Wir haben den Ball gut laufen lassen und uns heute belohnt." Hannovers Torwart Zieler war bedient: "So wie wir uns in der zweiten Halbzeit präsentiert haben, dürfen wir nicht spielen. Das war brutal."

Kopfballvorlage, Kopfballtor

Wie schon bei den beiden vorangegangenen 0:1-Niederlagen bei Borussia Mönchengladbach und zu Hause gegen Hertha BSC verschlief der 1. FC Köln auch in Ingolstadt den größten Teil der ersten Halbzeit. So ging der Aufsteiger verdient in Führung: Danny da Costa flankte von rechts, Hinterseer stand fünf Meter vor dem Kölner Tor frei und hatte keine Mühe, den Ball ins Netz zu befördern.

Hinterseer (r.) bringt Ingolstadt in Führung. Foto: dpa-pa

Hinterseer (r.) bringt Ingolstadt in Führung

Im zweiten Durchgang erhöhten die Gäste den Druck, ließen jedoch meist bei ihren Zuspielen die Genauigkeit vermissen. Der Ausgleich gelang den Kölnern nach einem Konter. Marcel Risse zog aus halbrechter Position ab, Ingolstadts Torwart Ramazan Özcan parierte, jedoch nur nach vorn. Risse legte mit dem Kopf quer und Modeste vollstreckte, ebenfalls per Kopf, aus acht Metern zum 1:1. Es war bereits der elfte Saisontreffer des Franzosen. In der Schlussphase waren die Kölner dem zweiten Treffer näher als die Ingolstädter, doch am Ende blieb es beim alles in allem gerechten Unentschieden. Beide Trainer waren mit dem Ergebnis zufrieden. "Zum Schluss ist uns einfach der Saft ausgegangen", räumte Ingolstadts Coach Ralph Hasenhüttl ein. Sein Kölner Kollege Peter Stöger lobte die Moral seiner Elf: "Diese Truppe gibt nie auf. Ich hatte den Eindruck, dass wir in der Endphase frischer waren."

Sieben Spiele am Mittwoch

Am Mittwoch gibt es mit gleich sieben Spielen (Anpfiff jeweils 20 Uhr, alle Partien im DW-Liveticker) ein Novum in einer englischen Woche. Grund ist der Europa-League-Einsatz von vier Klubs in der vergangenen Woche. Deshalb hatte es bereits am Sonntag erstmals vier Bundesliga-Spiele statt, wie sonst üblich, zwei Partien gegeben. Der souveräne Spitzenreiter FC Bayern empfängt den Tabellen-Fünften FSV Mainz 05. Borussia Dortmund tritt bei Aufsteiger Darmstadt 98 an. Außerdem spielen Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen gegen Werder Bremen, der FC Schalke 04 gegen den Hamburger SV und 1899 Hoffenheim gegen den FC Augsburg.

Wenn Sie noch einmal in die beiden Dienstagsspiele eintauchen wollen, können Sie hier im Liveticker nachlesen:

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