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Kultur

Schöner die Mäuse nie klicken

Riesige Zuversicht: Internet-Händler erwarten vom Weihnachtsgeschäft hohe Zuwachsraten. Eine Milliarde Mark Umsatz durch prenatales Online-Shopping.

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Reale Geschäfte beim virtuellen Shopping

Auf der Homepage des Versandhändlers Otto verschenkt eine braunhaarige Schönheit ihr bezauberndstes Lächeln. "Bald ist Weihnachten. Alles glitzert", strahlt die junge Frau und will einen Silberring für 97,79 Mark (50 Euro) unters Volk bringen. Vermutlich wird ihr das hundertfach gelingen und werden die Kassen ihres Auftraggebers nicht nur mit Silbergeld überlaufen: Bei Otto und den anderen Großen im Online-Shopping herrscht riesige Zuversicht für die Weihnachtssaison.

Besser als die USA

Philipp Humm, Deutschland-Chef des Internet-Buchhändlers Amazon, rechnet mit Zuwachsraten "im hohen zweistelligen Bereich". Auch in anderen Häusern sind die Erwartungen positiv. Damit könnte sich der Markt hier zu Lande deutlich besser zu entwickeln als in den USA, wo die Wachstumsraten beim Online-Shopping stark eingedampft sind.

Als "Web-Master" preist das "Manager-Magazin" Otto-Chef Michael Otto. Weil dessen Hamburger Konzern mittlerweile weltweit den zweitgrößten Umsatz im Internet-Shopping macht, kürte ihn das Wirtschaftsblatt obendrein zum Manager des Jahres. Otto wird voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr drei Milliarden Mark mit E-Commerce umsetzen und erwartet auch zu Weihnachten eine "merkliche Umsatzsteigerung", ohne konkrete Zahlen zu nennen. Das Frankfurter Versandhaus Neckermann wird deutlicher: "Wir rechnen fürs Weihnachtsgeschäft mit einer Steigerung von 70 bis 80 Prozent", sagt Sprecherin Ines Hennig. Damit würde der im vergangenen Jahr im Internet erzielte Umsatz von 200 Millionen Mark deutlich steigen.

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