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Aktuell Welt

Schätze der Natur in Gefahr

Das Welterbekomitee der UNESCO hat einen besseren Schutz für das Great Barrier Reef in Australien verlangt. Auch die Buchenwälder der Karpaten sowie die Salomoninseln sind bedroht.

Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation UNESCO ist in Sorge um mehrere einzigartige Schätze der Natur und sieht vor allem eine der spektakulärsten Welterbestätten, den Großen Barrier Reef in Australien, in Gefahr. Am Dienstag verlangte das Komitee einen Bericht darüber, wie Australien das größte Korallenriff der Welt trotz Hafenbaus und Industrialisierung schützen will. Andernfalls käme das Great Barrier Reef im nächsten Jahr womöglich auf die Liste der gefährdeten Welterbestätten, sagte ein UNESCO-Experte am Rande der jährlichen Tagung der Organisation. Die Sitzung findet dieses Jahr in Phnom Penh in Kambodscha statt.

Herbstlich leuchtende Buchen (Foto: picture-alliance/dpa)

Die Buchenwälder der Karpaten sind von Holzeinschlag bedroht

Eine Gelbe Karte erhielt auch die Slowakei, wo die Buchenwälder der Karpaten von Holzeinschlag bedroht sind. Das Komitee forderte die Slowakei auf, enger mit Deutschland und der Ukraine zusammen zu arbeiten und bis zur nächsten Sitzung neue Schutzmaßnahmen darzulegen. Die Buchenurwälder der Karpaten gehören seit 2007 zum Welterbe. Das Gebiet wurde 2011 um fünf Buchenwaldgebiete in den deutschen Bundesländern Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen erweitert.

Auf den Salomonen-Inseln ist die Gefahr noch akuter: Das Komitee setzte die Region East Rennell auf die Liste der gefährdeten Welterbestätten. Wenn die Behörden den Holzeinschlag dort nicht stoppen, könnte es aus der Liste ganz gestrichen werden. So erging es dem Dresdner Elbtal, das wegen des Baus der Waldschlösschen-Brücke den Welterbetitel 2009 verlor.

Ein Dorn im Auge ist den Denkmalschützern, die die UNESCO beraten, auch die Seilbahn über den Rhein bei Koblenz. Sie verlangen den Abbau, um den Welterbetitel des Oberen Mittelrheintals nicht zu gefährden.

Die UNESCO-Welterbeliste führt mehr als 960 Kultur- und Naturdenkmaler in 157 Ländern auf, 37 davon in Deutschland. Die Liste soll dazu beitragen, das Kultur- und Naturerbe der Menschheit zu erhalten.

pg/gmf (dpa, afp)