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"Schämen solltet ihr euch alle!"

Das Urteil des Internationalen Gerichtshofs zur Verantwortung Serbiens im Bosnien-Krieg sorgte diese Woche für Aufregung. Doch auch zum Thema Rauchverbot in Gaststätten äußerten sich wieder viele User.

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Das Massaker von Srebrenica war Völkermord

"Das Kriegstribunal in Den Haag hat meiner Meinung seinen Sinn und Zweck vollkommen verfehlt. Serbien wird das Nichteingreifen oder Nichtverhindern vorgeworfen, aber nicht eine vorsätzlich völkermörderische Politik. Hinter jeder Armee steht aber zuerst die Politik. Von den Politikern aber ist nur Milošević verurteilt worden – angeklagt, aber nicht gefasst sind Mladić und Karađić. Das serbische Umfeld mit seiner so genannten intellektuellen politischen Elite hat aber den Nährboden und Nationalismus für diesen Völkerhass geschürt. Die serbische Politik sollte kollektiv für den Völkermord angeklagt werden. Ansonsten kann das Urteil des Kriegstribunals in Den Haag als Lehrstück für alle Anpeitscher und Kriegshetzer aus den politischen Kreisen jeglicher Färbung als kollektiver Erlass angesehen werden. Denn letztlich werden nur die Handlanger verurteilt, aber nicht die wirklich Verantwortlichen im Hintergrund." (Rafaela Pomorac)

"Dies ist ein Gericht der Ungerechtigkeit. Ich frage mich, ob diese Richter heute die serbische Presse lesen. Die feiern wieder ihre Kriegsverbrecher. Für Bosnien und Herzegowina ist es jetzt klar dass es auf dieser Welt keine Gerechtigkeit gibt. Ein US-Soldat bekommt für die Vergewaltigung im Irak 100 Jahre Gefängnis, und die Verbrecher vom Balkan wurden gerade freigesprochen. Europa sollte sich schämen. Mein Onkel und mein Vater wurden von Serben aus Montenegro und Serbien getötet. Jetzt haben die gut lachen, mein Vater lacht schon lange nicht mehr, seit heute lachen wir, seine Kinder, auch nicht mehr. Ich werde mich jetzt der muslimischen Religion widmen, da es in christlichen Ländern egal ist, wenn ein Moslem tot ist. Schämen solltet ihr euch alle." (Edina)

Rauchverbot in Gaststätten

"Als Amerikaner mit Rauchallergie finde ich es schwierig, wenn ich Deutschland besuche, im Restaurants zu essen. Ich muss immer Asthmamedikamente mitbringen, die ich in Amerika nicht benutzen muss. Nichtraucher-Gaststätten oder getrennte Raucherzimmer: ich bin dafür!" (Susan Walker)

"Generelles Rauchverbot in den meisten Kneipen (und natürlich Restaurants) wäre richtig; es sollte parallel noch Kneipen geben, in denen geraucht werden darf. Dies sollte am Eingang deutlich gemacht werden, so dass jeder, der hineingeht, weiß, worauf er sich einlässt. Extra-Raucherräume in ansonsten rauchfreien Betrieben sind m.E. keine Lösung. Es würde zu Streit kommen, weil alle paar Sekunden sich ein Nichtraucher darum kümmern müsste, dass die Tür wieder geschlossen wird. Ich gehe im Allgemeinen gern mal ins Restaurant oder auch nur auf ein Bier, unterlasse dies in Deutschland aber wegen des Gestanks. Es wird Zeit, dass sich endlich auch hier flächendeckend etwas ändert." (Jan Umlauff)

"Nichts gegen das Rauchverbot, aber wenn in diesen Gaststätten alkoholische Getränke ausgeschenkt werden dürfen, ist es doch etwas seltsam. Auch Alkohol ist sehr gesundheitsschädlich, sogar der im "edlen Wein". (Gerhard Seeger, Philippinen)

"Man braucht lediglich geltendes Recht anzuwenden: maximale Arbeitsplatzkonzentration von Giften (MAK) heißt das Kriterium, das jeder Fabrikant, jede Werkstatt für die Berufsgenossenschaften erfüllen muss. Das muss immer und überall angewandt werden, warum Ausnahmen? Im übrigen ist Rauchen ganz im Gegensatz zur allgemeinen Meinung kein "altes Kulturgut", erst vor 500 Jahren wurde bei uns in Europa der Tabak eingeführt, und das bestimmt nicht zum Wohle. Bei den amerikanischen Ureinwohnern wurde der Tabak auch nur zu bestimmten Ritualen benötigt, als Opfergabe nämlich. Was hier läuft, ist einfach pervers: dass es möglich ist, Kinder von klein auf an Tabakqualm zu gewöhnen." (Jürgen Clausen)

Airbus im Sinkflug

"Es ist unverständlich, wie eine Firma, die sechs Jahre lang der führende Flugzeughersteller war, jetzt so blamierend dasteht. Antwort: Bad Management!" (K. Pauling)

"Tatsache ist, dass Deutschland seine Staatsanteile privatisiert hat und Frankreich dies nicht getan hat. Damit ist aus dem europäischen Staatskonzern ein französischer Staatskonzern mit Beteiligung unterschiedlicher Eigentümer geworden. Zwangsläufig sinkt damit der Einfluss der deutschen Regierung. Jetzt zu wünschen, dass Frankreich nachzieht, ist ja schön, aber vermutlich sinnlos." (Martin Trittelvitz)

Klimawandel

"Seltsam, was da für eine Kampagne abläuft: große Teile von Nordamerika, Osteuropa und Sibirien, mithin der größte Teil der nördlichen Hemisphäre, ächzen unter Kälte und Schnee, und nur weil es in Deutschland mal einen milden Winter gibt, sind das gleich wieder Vorboten der Klimakatastrophe. Sind denn vier Wochen unter minus 20 Grad Celsius besser als das, was wir hier erleben? Mögen Sie hohe Energierechnungen? Ich nicht! Ihre Theorien mögen zwar wissenschaftlich begründet sein, logisch sind sie nicht." (Holger Thuss, Jena)

"Man kann den Klimawandel nicht aufhalten. Das Klima ist im Wandel, seitdem es die Erde gibt und wird nur zum kleinsten Teil vom Menschen verursacht. Warum heißt Grönland Grönland? Nun, die Wikinger haben es so getauft, sie konnten im Mittelalter dort Ackerbau betreiben, deshalb "Grünland" (das ist nur ein Beispiel). Donnerwetter, das sollte mal zum Nachdenken und vielleicht auch zum Nachforschen anregen. Journalisten können das heute wohl nicht mehr, sie ergehen sich lieber in Katastrophen- und Klimaniedergangsberichterstattung, hinterfragen nicht mehr, berichten nur noch, was die eine Seite der Klimaforscher sagt. Das es vielleicht auch andere Auffassungen dazu gibt - und durchaus fundierte -, kommt in der Berichterstattung nicht mehr vor. Das ist ziemlich dünn für die Journalistenzunft, die doch immer so viel von sich selber hält. Wenn jetzt der Leser dieser Zeilen denkt: das ist so eine "Umweltsau", die das schreibt. Falsch! Auto Euro4 mit Filter auf dem letzten Stand der Technik, Haus mit Pelletheizung und Sonnenkollektoren, Strom nur aus regenerativen Energiequellen." (Heiner Newe)

Oscar für den deutschen Film "Das Leben der anderen"

"Ein wunderbarer Film. Habe ihn in Paris gesehen und alle meine Freunde sind der gleichen Meinung. Bravo!" (Henny Bock Zetlers)

"Den Film habe ich nicht gesehen, aber das Buch zum Film schon gelesen. Das Filmbuch von Florian Henckel von Donnersmarck ist ein Meisterstück. Ich bin sehr begeistert von diesem außerordentlichen Werk und freue mich, dass der Film den Oskar erhalten hat. Der deutsche Film hat mit diesem und anderen Beiträgen den Weltruf erreicht, wie damals in der Weimarer Republik. Weiter so!" (Kai Nicholson)

Aus redaktionellen Gründen behalten wir uns vor, Zuschriften zu kürzen.

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