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Sport-News

Schäfer gewinnt WM-Bronze am Balken

Bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Glasgow sichert sich Pauline Schäfer am Schwebebalken die Bronzemedaille. Es ist die erste WM-Medaille einer deutschen Turnerin seit 34 Jahren.

Das Podest mit Sanne Wevers (Silber), Simone Biles (Gold) und Pauline Schäfer (Bronze) (l.-r.) (Foto: BEN STANSALL/AFP/Getty Images)

Das Podest: Sanne Wevers mit Silber, Simone Biles mit Gold und Pauline Schäfer mit Bronze (l.-r.)

Pauline Schäfer hat bei den Turn-Weltmeisterschaften in Glasgow für eine große Überraschung gesorgt. Am Schwebebalken erkämpfte sie mit Bronze die erste WM-Medaille einer deutschen Turnerin seit 34 Jahren. Der Sieg ging an Titelverteidigerin Simone Biles aus den USA vor Sanne Wevers aus den Niederlanden. Als letzte Deutsche hatte Maxi Gnauck an dem Zittergerät eine Medaille gewonnen. In Moskau holte sie 1981 WM-Gold für die DDR.

Schäfer war nach dem Erfolg völlig überwältigt. "Ich kann es nicht in Worte fassen, es ist so unglaublich", sagte die 18-Jährige nach ihrem ersten Gerätefinale bei einer WM. Vor 8000 Zuschauern in der ausverkauften SSE Hydro Arena hatte sie auf die von ihr selbst kreierte Höchstschwierigkeit, den "Schäfer-Salto", verzichtet, der ihr zuletzt im Training nicht perfekt gelungen war. "Er war einfach zu instabil", meinte sie. Der Maßnahme zahlte sich aus: Die Kampfrichterinnen fanden nur wegen kleinerer Wackler Grund für Abzüge in der Haltungsnote. "Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern", räumte Schäfer ergriffen ein und hatte dabei Freudentränen in den Augen. Mit ihrem dritten Platz erkämpfte sie zugleich ihr Einzel-Ticket für den Olympia-Start in Rio.

Verpatzte Reck-Abgänge

Fabian Hambüchen am Reck bei der WM in Glasgow (Foto: picture-alliance/dpa/R. Perry)

Fabian Hambüchen am Reck bei der WM in Glasgow

Weniger Grund zur Freude hatten dagegen Deutschlands männliche Turner, denn Fabian Hambüchen und Andreas Bretschneider verstolperten ihre Reck-Abgänge. Der erkältete Hambüchen verpasste in Glasgow als Siebter seine 25. Medaille bei Top-Ereignissen deutlich - und auch Bretschneider brachte nach perfekter Übung seinen Abgang nicht in den Stand und wurde Fünfter.

Der Sieg ging an Mehrkampf-Champion Kohei Uchimura aus Japan vor dem US-Amerikaner Danell Leyva und Manrique Larduet aus Kuba.

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