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Europa League - Qualifikation

SC Freiburg in Tarnfarben zum Erfolg

Das Team von Christian Streich will beim Rückspiel in Domzale den nächsten Schritt in Richtung Europa League machen. Heißestes Thema ist allerdings nicht die sportliche Situation, sondern das spezielle Freiburger Trikot.

Graue Camouflage-Optik und pinke Applikationen: Das Ausweichtrikot des SC Freiburg sorgt für Gesprächsstoff. Da geriet kurzzeitig sogar das wichtige Rückspiel beim slowenischen Pokalsieger NK Domzale in der 3. Qualifikationsrunde für die Europa League kurzzeitig zur Randnotiz. Jedenfalls hatte der Sportclub, als er seine Reise nach Ljubljana antrat, jede Menge Hohn und Spott mit im Gepäck. Der Grund aber war nicht etwa das magere 1:0 aus dem Hinspiel, sondern eben das etwas gewöhnungsbedürftige Outfit des Fußball-Bundesligisten.

Das raue Muster aus Tannen, Wanderern und Füchsen gepaart mit pinken Schriftzügen löste in den sozialen Netzwerken eine Flut gehässiger Kommentare aus, auch eingefleischte SC-Anhänger gewannen dem Dress kaum etwas Positives ab. Der Klub pries die Shirts via Twitter dennoch an: "Besondere Spiele erfordern besondere Trikots."

Und tatsächlich ist das Spiel in Slowenien am Donnerstag (21:05 Uhr MESZ, ab 20:50 Uhr im DW-Liveticker) ein außergewöhnliches für die Mannschaft von Coach Christian Streich. Trotz des minimalen Vorsprungs wollen die Freiburger unbedingt die Playoffs erreichen, wenngleich der Trainer warnte. "Das wird alles andere als ein Selbstläufer. Wir haben eine enge Kiste." Weil sein Team in der Vorwoche nicht die allerbeste Leistung abgerufen hatte und der slowenische Pokalsieger sich zudem achtbar aus der Affäre zog, beziffert Streich die Chancen auf das Weiterkommen nun gerade einmal auf "51:49". Er freue sich dennoch "wirklich sehr" auf das Spiel, betonte Streich vor der Abreise.

Rund 800 Fans begleiten die Mannschaft ins 16.000 Zuschauer fassende Stadion in Ljubljana, in das die Partie verlegt wurde. Auf ein Eingewöhnen im Stadion Stozice verzichtet Streich jedoch wegen der erwarteten Temperaturen von 35 bis 37 Grad. Am Donnerstag ist Training daher nur für die Profis vorgesehen, die es nicht in den Kader schaffen. Möglicherweise läuft in Ljubljana sogar die gleiche Elf auf wie im Heimspiel.

Frantz: "An die Kante gehen"

Erst zum vierten Mal nehmen die Freiburger an einem europäischen Wettbewerb teil, das Ziel ist klar formuliert. "Wir wollen in die Gruppenphase", sagte Angreifer Florian Niederlechner. Dort locken deutlich klangvollere Namen mit viel mehr Europapokal-Historie, als Domzale und Freiburg zusammen aufweisen können. Wie im Liga-Alltag wollen die bescheidenen Freiburger aber einen Schritt nach dem anderen machen.

Ersatzkapitän Mike Frantz nannte die Ausgangssituation nach dem Sieg ohne Gegentor "sehr, sehr gut". Er forderte jedoch eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Hinspiel. "Wir müssen an die Kante gehen und können nicht mit 80 Prozent spielen", sagte er und schloss sich der Ansage von Stürmerkollegen Florian Niederlechner an: "Wir wollen weiterkommen!"

asz/ck (sid, dpa)

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