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Saudi-Arabien

Saudi-Arabiens König Salman ernennt Sohn Mohammed zum Kronprinzen

Saudi-Arabiens König Salman hat seine Nachfolge neu geregelt: der Monarch ernannte seinen Sohn Mohammed bin Salman zum Kronprinzen. Der galt schon lange als starker Mann - aber auch als zu jung.

Der bisherige stellvertretende Kronprinz Mohammed bin Salman rückt in der saudischen Monarchie auf: Mit seiner Ernennung zum Kronprinzen scheint es sicher, dass der 31-Jährige auch Nachfolger seines Vaters Salman auf dem Thron in Riad wird.

Mohammed bin Salman ersetzt damit Mohammed bin Najef, der bislang die Stellung als erster Erbe der Thronfolge innehatte. Dies geht aus einem königlichen Erlass vor, den die staatliche Nachrichtenagentur Spa veröffentlichte. Demnach wird Mohammed bin Salman auch Vize-Regierungschef. Zugleich behält er den Posten des Verteidigungsministers.

König Salman (Picture alliance/abaca/B. Press)

König Salman

Die Entscheidung kommt nicht ganz überraschend: Mohammed bin Salman gilt schon seit einiger Zeit als "starker Mann" im Königreich. Als Jura-Absolvent der König-Saud-Universität wurde bin Salman 2009 zum Sonderberater seines Vaters Salman, der zu diesem Zeitpunkt Gouverneur von Riad war. Als sein Vater 2013 Kronprinz wurde, stieg bin Salman zum Chef des prinzlichen Kabinetts auf. Im April 2014 folgte die Position des Staatssekretärs, außerdem war er fortan Regierungsmitglied.

Mohammed bin Salman, hier im März mit US-Präsident Trump, spielt schon länger eine wichtige Rolle (picture alliance/dpa/M.Wilson)

Mohammed bin Salman, hier im März mit US-Präsident Trump, spielt schon länger eine wichtige Rolle

Nach dem Tod von König Abdallah im Januar 2015 und der Thronbesteigung durch seinen Vater Salman beschleunigte sich der Aufstieg Mohammed bin Salmans: Der vorher wenig bekannte junge Mann wurde Verteidigungsminister des Landes, kümmert sich federführend um das Riesenprojekt "Vision 2030", das die Wirtschaft des Landes umbauen soll, und vertritt seinen gebrechlichen Vater bereits bei wichtigen Auslandsreisen. Nur sein Alter wurde als mögliches Hindernis für eine Nachfolge gesehen.

Dem arabischen Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge wurde die Entscheidung des Königs vom Nachfolgeausschuss des Landes mit 31 von 34 Stimmen bestätigt. Die Einführungszeremonie solle am Mittwochabend gehalten werden.

stu/bri (afp, dpa)

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