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Wissen & Umwelt

Saubere Luft durch spezielle Pflastersteine

Autokolonne im dichten Verkehr (Foto: AP)

In deutschen Großstädten drängen sich die Autos meistens dicht an dicht durch die Straßenschluchten. Tonnen von Abgasen und Schadstoffen verwandeln die Atemluft der Anwohner in einen gesundheitsschädlichen Giftstoffcocktail. Vor allem die zulässigen Stickoxidgrenzwerte werden viel zu oft überschritten.

Im hessischen Fulda tritt man der Luftverschmutzung jetzt auf neuen Wegen entgegen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! So beschloss die Stadtverwaltung, in besonders betroffenen Gebieten, luftreinigende Pflastersteine zu verlegen. Die Steine, mit dem viel versprechenden Namen "AirClean", haben mit Titandioxid beschichtete Oberflächen, die als Photokatalysator wirken. Mit Hilfe der Sonnenenergie schafft es Titandioxid, die Abbaureaktion von Stickoxiden in der Luft entscheidend zu beschleunigen. Je intensiver die Sonneneinstrahlung ist, desto schneller ist auch der Abbau der Schadstoffe.

Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Schmallenberg haben die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Zementsteine bestätigt. Ihr Fazit: "Sie tragen wirksam zu einer Verbesserung der Luftqualität bei und sind mit einer Abbaurate von 20 bis 30 Prozent, ein heißes Pflaster für alle Stickoxide."

Autorin: Henrike Wagner (Fraunhofer-Gesellschaft)
Redakteurin: Judith Hartl