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Aktuell Kultur

Satelliten und Sensoren sollen Pompeji retten

Mit Sensoren am Boden und einem Satelliten im All soll der weitere Verfall der antiken Ausgrabungsstätte Pompeji in Süditalien aufgehalten werden. Ein italienischer Luftfahrtkonzern stellte dafür Geld bereit.

Insgesamt 1,7 Millionen Euro hat das italienische Kulturministerium von dem Konzern erhalten. Mit dem Geld soll ein Netzwerk von Sensoren finanziert werden, das in den Ruinen der antiken Stadt am Rand von Neapel rechtzeitig vor einem drohenden Einsturz von Gebäudeteilen warnt. Es ist geplant, die Sensoren von einem Satelliten aus zu überwachen, der die Daten auch an Funkgeräte und Smartphones der Wächter und Archäologen in Pompeji senden soll.

Die Stadt am Fuße des Vesuvs wurde im Jahr 79 nach Christus bei einem Vulkanausbruch verschüttet. Seit ihrer Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert gilt sie unter Archäologen als eine der wichtigsten Ruinen zur Erforschung der antiken Welt. Pompeji gehört zwar zum UNESCO-Weltkulturerbe, ist aber seit Jahren vom Verfall bedroht. Immer wieder stürzten in der 44 Hektar großen Anlage Mauern ein, antike Säulen und Kapitäle wurden gestohlen. Missmanagement und Korruption verstärkten diesen Prozess.

2013 begannen daher umfassende Restaurierungsarbeiten. Diese werden zum Großteil von der Europäischen Union finanziert. Nun soll die Hightech-Ausstattung des italienischen Konzerns diese Rettung unterstützen. Pompeji ist mit rund 2,5 Millionen Besuchern im Jahr eine der meistbesuchten Ausgrabungsstätten Italiens.

ac / pj (AFP, n24)