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Europäische Raumfahrt

Satellit Sentinel-2B beginnt seine Mission

Eine Trägerrakete hat den ESA-Satelliten Sentinel-2B ins All gebracht. Die Daten, die er künftig liefern wird, sind unter anderem für die Forst- und Landwirtschaft von großer Bedeutung.

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Sentinel-2B - Der neue Wächter im All

Um 2.49 Uhr deutscher Zeit wurde der Sentinel-2B getaufte Satellit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana mit einer auf kleine Satelliten spezialisierten Vega-Rakete ins All geschossen. Dort soll er sich von nun an die Arbeit mit seinem Schwester-Satelliten Sentinel-2A teilen. Beide Geräte liefern Bilder von Landmassen, Inseln und Küstengebieten der Erde. Die Daten sind für Nutzer kostenfrei verfügbar. Sie werden zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt, um den Zustand von Pflanzen oder die Trockenheit von Böden zu beurteilen.

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Satellit Sentinel-2B beginnt seine Mission

Sentinel-2A benötigte bislang zehn Tage, um die gesamte Erdoberfläche einmal abzutasten. Durch Sentinel-2B verkürzt sich diese Zeit auf fünf Tage. Beide Satelliten umrunden in rund 780 Kilometern Höhe immer wieder die Erde - allerdings zeitversetzt. Die unterschiedlichen Details, die sie dabei scannen, werden zusammengerechnet und ergeben somit ein Gesamtbild. 

Die Kosten für den frisch ins All geschossenen Satelliten betragen rund 110 Millionen Euro. Dazu kommen rund 35 Millionen Euro für den Start der Trägerrakete. Die Mission gehört zum Copernicus-Programm, das aus dem EU-Budget und von den 22 Mitgliedsländern der Europäischen Weltraumorganisation ESA finanziert wird.

Das nach dem Mathematiker und Astronomen Nikolaus Kopernikus (1473-1543) benannte Programm stützt sich auf Informationen von vierzehn eigenen Satelliten der Reihe Sentinel, anderen Raumfahrtprojekten sowie Daten von Messballonen, Flugzeugen, Wetterstationen, Flusspegeln und Messbojen.

Die DW ist für Sie dabei

Die Deutsche Welle verfolgte den Start bei der ESA in Kourou und im Satelliten-Kontrollzentrum in Deutschland und berichtet weiter über das Geschehen. Unser Reporter Zulfikar Abbany ist direkt vor Ort in Französisch Guyana. Aus Darmstadt berichten Lea Albrecht und Kai Steinecke.

djo/kle (dpa, esa.int)

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