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Interaktiv

"Sarrazin könnte ein Schwager von Ekel Alfred sein!"

Die Äußerungen von Bundesbank-Vorstand Sarrazin über Migranten und die Berliner Gerichtsentscheidung zu Gebetsräumen in Schulen haben die Gemüter unserer User in dieser Woche erhitzt.

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Dieser scheinbar sympathische Herr Thilo Sarrazin könnte fast ein Schwager von Ekel Alfred sein! Auch Deutschland hat viel versäumt, die Einwanderer damals und heute richtig, wie es sich gehört, zu integrieren. Auch hier sollte Sarrazin das ansprechen, was fein säuberlich verschlafen wurde. Heutzutage kommt die Quittung planmäßig dafür von einem Außenseiter wie Sarrazin. (Herbert Fuchs, Finnland)

Sarrazin, der in der Grundaussage recht hat, wenn er die Probleme mit der Mehrheit der Immigranten anspricht, wird zur Schlachtbank geführt. Alles darf in Deutschland kritisiert und besprochen werden, aber das Thema Probleme mit den Immigranten ist Tabu. Der geringe Ausbildungsstand und die hohe Arbeitslosenquote und der geringe Integrationswillen dieser Schicht wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen. Wer in diesem Land diese Probleme anspricht, wird gleich mit der Bezeichnung Nazi mundtot gemacht. (Frank Wolf, Deutschland)

Der Kern der Aussage von Herrn Sarrazin ist meiner Meinung nach tatsächlich richtig, nur die Wortwahl hätte diplomatischer sein können. Diese Kuschelpolitik in Bezug auf Integration muss endlich aufhören und man sollte auch offen Kritik äußern dürfen, ohne gleich als Rassist beschimpft zu werden. Denn die Integration läuft alles andere als optimal, und der Staat sollte endlich die Augen auf machen!!! (Heike Greiber, Deutschland)

Gebetsraum in Schule

Als Brasilianer, der seit 17 Jahren in Deutschland lebt, möchte ich meine Meinung und Kritik hier abgeben: Als erstes möchte ich sagen, dass es mir nicht darum geht, Religionen gegeneinander auszuspielen. In Brasilien gilt, genauso wie in Deutschland, auch die Religionsfreiheit. Aber, dass es in der Schule, einem Ort, an dem Religion nichts zu suchen hat, Einzelentscheidungen gibt, finde ich empörend. Als Ausländer, der seit langem für die Akzeptanz und Toleranz kämpft, bitte ich darum, diese Entscheidung zu revidieren. Ich möchte weiterhin stolz darauf sein, in einem Land zu leben, wo Freiheit groß geschrieben wird. Deswegen bin ich der Meinung, dass so ein Urteil die Menschen noch weiter entfremden wird, statt sie zusammen zu bringen. Lasst bitte Schule Schule bleiben und Religion Religion bleiben. (Ivan Alves, Brasilien)

Ich bin 19 Jahre alt, in Deutschland geboren und praktizierende Muslima. Ich sehe mich als Deutsche, liebe dieses Land und akzeptiere es als mein Heimatland. Das ist der Punkt, an dem ich schon oft das Problem spüre. Es gibt Mitbürger, die es nicht miteinander vereinbaren können, dass eine Muslima gleichzeitig eine Deutsche sein kann. Deshalb wird man oft als ein Mensch begutachtet, den man erstmal hinterfragen und anders behandeln müsse. Meine Meinung zur Erlaubnis, die Gebete nachzuholen, ist die folgende: Auch zu der Zeit des Propheten Mohammed konnten die Muslime dies durchführen. Doch zu unterscheiden ist, wann bin ich wirklich nicht in der Lage zu beten? Wenn ich eine Ärztin bin, die grade mitten in einer OP steckt, ist es natürlich verständlich, dass ich sage, dass ich mein Gebet nach der OP nachhole. Aber wenn man diese "Erleichterung/Erlaubnis" zum Nachholen des Gebets verallgemeinert, wer würde sich dann noch pünktlich zum Gebet bereitstellen? Bin ich dann, wenn ich grade mit meiner Freundin im Kino bin, auch dazu angehalten, das Gebet nachzuholen? Wohl kaum. Mir persönlich - und so geht es vielen Muslimen, denen ihre Religion und die Nähe zu Gott wichtig ist - würde es seelische Beschwerden bringen, wenn ich weiß, dass ich mein Gebet vernachlässigt habe. Ich bete noch nicht lange, seit zwei Jahren erst. Und letztes Jahr gab es in meiner Schule einen Tag, an dem ich beten musste, aber nicht den Unterricht verlassen konnte. Dies war, weil ich langen Nachmittagsunterricht hatte und die Gebetszeit erst nach der großen Pause einbrach. Und ich muss sagen, dass mich das so sehr belastet hatte, dass ich in Tränen ausgebrochen bin. Und ich finde, dass darf keinem religiösen Schüler angetan werden. Das seelische Wohlbefinden von Kindern/Jugendlichen wird doch sonst auch für sehr wichtig erklärt. Und warum sollte ein Gebetsraum und ein betender Muslim die Integration gefährden? Ich kann da nur ein Vorzeigebeispiel angeben: Die Muslimische Jugend in Deutschland e.V., eine muslimische Jugendorganisation, die sich für Dialog und Integrationsarbeit einsetzt. In dieser Organisation beten mind. 96% der Mitglieder. (Emine Aslan, Deutschland)

Olympiaentscheiung für Rio de Janeiro

Südamerika ist immer das arme Kellerkind, dem man nicht zutraut, solch eine Veranstaltung über die Bühne zu bringen. Von ganzem Herzen wünsche ich mir RIO de JANEIRO!! cidade maravilhosa!! (Waltraud Maassen, Neuseeland)

Von einer Ohrfeige für die USA kann meines Erachtens keine Rede sein. Chicago hat sich mit Hilfe von Präsident Obama für diese Spiele beworben, so wie es andere Städte auch taten. Das Olympische Komitee hat sich aber für Rio de Janeiro entschieden. (Thomas Hofer, USA)

Ich empfinde es nicht als Ohrfeige für die USA, dass Rio gewonnen hat, sondern einfach als eine ehrliche und vom Herzen kommende Wahl, ganz im Sinne der Olympischen Spiele. (Karl Jürgen Nickel, Brasilien)





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