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Welt

Sarkozy will Abzug aus Afghanistan früher

Frankreich will den NATO-Kampfeinsatz in Afghanistan bereits 2013 beenden. Präsident Sarkozy kündigte einen entsprechenden Vorstoß bei den Bündnispartnern an.

Französische Soldaten in Afghanistan (Foto: dpa)

Französische Soldaten in Afghanistan

Nach einem Treffen mit seinem afghanischen Amtskollege Hamid Karsai in Paris sagte Sarkozy, die NATO sollte die Kampfeinsätze bereits 2013 - und damit ein Jahr früher als geplant – in die Verantwortung der afghanischen Streitkräfte übergeben. Seine Regierung habe die USA bereits über die Pläne informiert und werde beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister Anfang kommenden Monats einen entsprechenden Fahrplan vorlegen.

Karsai (li) und Sarkozy in Paris (Foto: dapd)

Karsai (li) und Sarkozy in Paris

Frankreich werde seine Soldaten auf jeden Fall bis Ende 2013 aus Afghanistan abziehen, erklärte Sarkozy. Nach bisheriger Planung sollten die französischen Soldaten Anfang 2014 abrücken, spätesten Ende 2014 alle Nato-Kampfeinheiten.

Vier Soldaten vor einer Woche erschossen

Sarkozys Initiative ist offensichtlich eine Reaktion auf den tödlichen Anschlag auf vier französische Soldaten vor einer Woche. Die Männer waren von einem afghanischen Kameraden erschossen worden als sie Sport trieben und daher unbewaffnet waren. Der Täter, ein Soldat der afghanischen Regierungsarmee, war möglicherweise von den Taliban für den Anschlag angeworben worden.

Sarkozy hatte unmittelbar nach dem Mordanschlag einen vorzeitigen Abzug der französischen Einheiten nicht ausgeschlossen. Frankreich hat 3600 Soldaten am Hindukusch im Einsatz. In diesem Jahr sollen bereits 1000 Soldaten zurückkehren. Der deutsche Bundestag hatte am Donnerstag den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verlängert, die Höchstgrenze für die einzusetzenden Soldaten mit Blick auf die Abzugsperspektive 2014 aber um 450 herabgesetzt.

wl/qu (dapd,rte,dpa, afp)