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IT-Branche

SAP: Gewinn mit der Wolke

Der deutsche Software-Hersteller SAP hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz kräftig gesteigert - nicht zuletzt dank des noch relativ neuen Geschäfts mit sogenannter Cloud-Software.

Noch macht bei SAP das Geschäft mit der Cloud-Software nur ein Fünftel des klassischen Softwaregeschäfts aus. Der größte Wachstumstreiber allerdings ist die Software in der Datenwolke schon jetzt - der Bereich wuchs um fast ein Drittel. Dabei kauft ein Kunde die benötigte Software nicht mehr, sondern mietet sie für eine monatliche Gebühr. Diese Umstellung auf Cloud-Software hat SAP nun insgesamt zu einem Umsatzplus von sechs Prozent verholfen.

Dabei verdiente der deutsche Konzern im vergangenen Geschäftsjahr nach Steuern 3,6 Milliarden Euro, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ziele für das laufende Jahr hob SAP leicht an. Das Cloud-Geschäft soll nach diesen Vorgaben erneut um rund ein Drittel wachsen und seinen Umsatz bis 2020 um die Hälfte steigern. Schon 2018 wäre das Geschäft mit der Mietsoftware samt Service dann größer als das mit der nur einmal gekauften Software.

Mieten statt kaufen

Die Börse reagierte verhalten auf die jüngsten Zahlen. Der SAP-Kurs fiel erst einmal um ein halbes Prozent. "Der erhöhte Ausblick klingt zunächst gut", so ein Händler in Frankfurt. Die ausgegebenen Ziele bis 2020 lägen aber nicht über dem, was der Markt ohnehin erwartet hatte.

Deutschland SAP Arbeiter in Walldorf (picture-alliance/Sven Simon/B. Lauter)

Personalabbau und neues Personal bei SAP

In den vergangenen Jahren hatte SAP Milliarden in Übernahmen gesteckt, um das noch junge Geschäft mit der Mietsoftware auszubauen. Parallel dazu baute der Konzern zahlreiche Stellen in Bereichen ab, von denen man sich kein Wachstum mehr versprach, stellte aber auch neues Personal ein. Ende vergangenen Jahres beschäftigte SAP weltweit gut 84.000 Mitarbeiter, rund 7.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Brexit als Chance

SAP-Chef Bill McDermott äußerte sich am Dienstag vor Analysten durchweg optimistisch zu den Aussichten seines Konzerns, ungeachtet aller Verwerfungen, die durch den Brexit und andere geopolitische Turbolenzen befürchtet werden. Die Ausgaben für Informationstechnologie, wie SAP sie anbietet, würde deshalb nicht zurückgehen, so McDermott, im Gegenteil: "Der öffentliche wie der private Sektor werden digital umrüsten müssen, um mit den neuen Herausforderungen umzugehen."

ar/iw (dpa, afp) 

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